Groppenbruch ökologisch wertvoll

Naturschützer und Botaniker Dietrich Büscher will kein Gewerbegebiet im Groppenbruch. Foto: Jochen Linz
Naturschützer und Botaniker Dietrich Büscher will kein Gewerbegebiet im Groppenbruch. Foto: Jochen Linz
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Mengede.Seit mittlerweile neun Jahren kämpft Naturschützer Dietrich Büscher gegen ein geplantes interkommunales Gewerbegebiet Groppenbruch. „Damit man mich richtig versteht: Ich habe nichts gegen eine Ansiedlung von Gewerbe. Nur muss man Gewerbe an die richtigen Stellen platzieren.

Mengede. Seit mittlerweile neun Jahren kämpft Naturschützer Dietrich Büscher gegen ein geplantes interkommunales Gewerbegebiet Groppenbruch. „Damit man mich richtig versteht: Ich habe nichts gegen eine Ansiedlung von Gewerbe. Nur muss man Gewerbe an die richtigen Stellen platzieren.“

Der Landschaftsraum Groppenbruch sei für ein solches Ansinnen nicht geeignet. Im Gegenteil: Dieses rund 30 Hektar große Areal südlich der Straße Königsheide, erklärt der frühere Jurist beim Dortmunder Landesoberbergamt, „ist ökologisch äußerst wertvoll. Mehr als 670 zum Teil seltene Pflanzenarten sind dort im Rahmen einer umfangreichen botanischen Untersuchung ermittelt worden. Von den erfassten 670 Arten sind 57 in der Roten Liste NRW der gefährdeten und geschützten höheren Pflanzenarten angeführt.“ Es dürfe, so Büscher weiter, allerdings nicht nur beim Artenschutz bleiben. Es müsse auch der Schutz der Lebensstätten der gefährdeten Pflanzen und Tiere stringent erfolgen, weil nur der Biotopschutz auch den Schutz der Arten garantiere. Das alles unterstreiche die hohe ökologische Bedeutung dieses Gebietes. Nicht vergessen, betonte der 68-Jährige, dürfe man, dass sich „im Groppenbruch das größte Kornblumenvorkommen Dortmunds befindet“. Büscher, seit 1980 Mitglied im Landschaftsbeirat, kennt die Dortmunder Naturschutz-Situation, wie er selbst sagt, von der Pike auf. Gestern warnte er noch einmal eindringlich vor einem Gewerbegebiet im Groppenbruch: „Der dafür erfasste Naturraum betrifft einen Bereich von rund 2-3 Kilometer im Umkreis des Plangebietes. Innerhalb dieses Bereiches liegen mit Mengeder Heide, Im Siesack, Herrentheyer Wald und eben Groppenbruch gleich vier Naturschutzgebiete.“

Büscher sprach auch für die Landwirte. Deren Fläche würde - sollte das Gewerbegebiet kommen - immer kleiner werden: „Auch dieser Aspekt sollte in die Überlegungen mit einfließen. Irgendwann brauchen wir die landwirtschaftlichen Produkte.“ In Dortmund, schlug er vor, gebe es andere Standorte für Gewerbegebiete: „Die Westfalenhütte mit ihrem Gelände etwa eignet sich für eine Ansiedlung.“

 
 

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