Grausiger Mordfall wird neu aufgerollt

Computerbilder der Bergfeld - Leiche - Rekonstruktion aus Schottland. Fotos: Polizei - Sonderkommission MK Bergfeld
Computerbilder der Bergfeld - Leiche - Rekonstruktion aus Schottland. Fotos: Polizei - Sonderkommission MK Bergfeld
Foto: Polizei - Sonderkommission MK Bergfeld

Lüdenscheid/Altena. „. Grausiger Fund bei Rosmart“: Die Rundschau berichtete am 4. Juni 1997 über ein furchtbares Verbrechen, das bis heute ungeklärt geblieben ist.

Am Abend des 2. Juni 1997 macht ein Motorradfahrer einen grausigen Fund: eine bis zur Unkenntlichkeit verbrannte Frauenleiche. Sie liegt in einem Waldstück zwischen Hemecker Weg und Bergfeld – in verbranntem Laub.

Nur soviel ist klar: Das unbekannte Opfer ist 1,54 Meter groß, wiegt 45 Kilogramm und hat die Schuhgröße 33. Eine Vermissten-Anzeige gibt es nicht – die Fahnder stehen vor einem Rätsel.

Die Spurensuche der Polizei bleibt trotz des Einsatzes von Suchhunden erfolglos. „Keine Kleidung, kein Schmuck, keine Brille“ – die offenkundige Sorgfalt bei der Spurenvernichtung lässt die Ermittler der neunköpfigen Mordkommission seinerzeit mutmaßen, dass es sich um einen professionellen Mord handelt.

Laut Obduktionsbericht ist das Opfer erst gewürgt und dann mit einem Brandbeschleuniger angezündet worden. Ob Ersticken oder Verbrennen die Todesursache war, bleibt seinerzeit offen. Auch direkte Hinweise auf ein Sexualdelikt gibt es zwei Tage nach Entdeckung der Leiche nicht.

Im Frühjahr 1998 weiß die SOKO „MK Bergfeld“ erheblich mehr: Sie hat Computerbilder der Toten. Ein Institut aus Glasgow hatte das Gesicht der entstellten Leiche rekons­truiert. Als sicher gilt zu der Zeit auch, dass das nackt auf den Waldboden gelegte Mädchen Benzin und Feuer eingeatmet hat, bevor es stirbt. Zudem beweist ein DNA-Abgleich, dass das 14 bis 22 Jahre alte Mädchen „von einem sehr nahen Verwandten“ missbraucht worden sei – womöglich vom eigenen Vater.

 
 

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