Gelände kommt aufs richtige Gleis

Lüdenscheid.. Lebensmittel, Getränke, Matratzen und Tierfutter am Bahnhof Brügge – Geschäfte, in denen es dass alles zu kaufen gibt, sollen im östlichen Teil des früheren Bahngeländes demnächst möglich sein. Gespräche der Stadt mit interessierten Investoren laufen nach WR-Informationen noch.

Einen ersten Schritt in Richtung Reaktivierung möchten die Stadtplaner nun gehen und schlagen deshalb den Lüdenscheider Politikern vor, das rund 29 000 Quadratmeter große Areal künftig als Sondergebiet auszuweisen – mit festgelegten Maximal-Flächen für die verschiedenen Warensortimente.

Gerade in Sachen Lebensmittel seien Brügge und der benachbarte Stadtteil Stüttinghausen „komplett unterversorgt“, so die Stadtplaner. Überdies sollten die Brachflächen am Bahnhof so schnell wie möglich verschwinden.

FDP warnt vor
Einzel-Investor

Die FDP-Fraktion hofft, dass am Ende nicht nur ein einziger Investor übrigbleibt. Dann nämlich, so fürchtet Fraktionschef Jens Holzrichter, könne dieser Investor der Stadt viel zu leicht seine Bedingungen diktieren.

Probleme bei Bau künftiger Geschäftsgebäude könnten die Altlasten machen, die noch im Boden schlummern: Das Gelände sei „an mehreren Stellen mit Schwermetallen und polyzyklischen aromatischen Kohlenwasserstoffen (PAK) belastet“, stellen die Stadtplaner fest. Der Prüfwert laut Bundesbodenschutzverordnung für Benzopyren sei „knapp überschritten“. Sofortmaßnahmen seien in dieser Situation indes „nicht erforderlich“. Boden, belastet durch einen größeren Kohlenwasserstoff-Schaden auf dem Gelände, war bereits im Frühjahr 2006 ausgehoben und abtransportiert werden.

Weitere Details zur Geländenutzung sollen „zu einem späteren Zeitpunkt“ in einem Bebauungsplan geregelt werden.

Flächen reserviert
für Ortsumgehung

Eine Holzgroßhandlung und ein Einrichtungshaus sind bereits auf der Fläche angesiedelt, sollen sich im Sondergebiet aber nicht ausdehnen dürfen. Wenn es um den konkreten Bebauungsplan geht, sollen in einer Versammlung auch betroffene Bürgerinnen und Bürger zu Wort kommen.

Ein kleiner Teil des Areals soll künftig als Gewerbegebiet nutzbar sein. Außerdem möchte die Stadt bestimmte Flächen für eine spätere Brügger Ortsumgehung im Verlauf des sogenannten Wahrdeab­stiegs reservieren. Allerdings verweist die Stadt darauf, dass die Umgehung im Bundesfernstraßen-Plan lediglich als „Maßnahme des weiteren Bedarfs“ eingestuft sei.

Über die anstehenden Planungen in Brügge berät heute der Ausschuss für Stadtplanung und Umwelt und am nächsten Mittwoch, 3. Mai, der Rat der Stadt Lüdenscheid, jeweils ab 17 Uhr im Ratssaal des Rathauses.

 
 

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