Gedenktafel soll an Karl Leisner erinnern

Bildhauer Jürgen Ebert, Bocholt
Bildhauer Jürgen Ebert, Bocholt
Foto: NRZ
Zum 100. Geburtstag des Seligen zelebriert Weihbischof Wilfried Theising die Festmesse, IKLK tagt in Rees.

Rees.  Große Ereignisse werfen ihre Schatten voraus: So auch im Falle des 100. Geburtstags des seligen Karl Leisners, der am 28. Februar 2015 gefeiert wird. Natürlich auch in seinem Geburtsort Rees. Nicht nur der Internationale Karl Leisner-Kreis (IKLK) hat die Weichen gestellt, indem er unter anderem eine Sonderbriefmarke beantragt hat, was seitens des Bundesfinanzministeriums bereits positiv beschieden wurde. „Nicht klar ist bislang aber, welches Motiv genommen wird“, sagt Rolf Albring aus Rees. Er hat vorgeschlagen, dort die Büste des Seligen zu zeigen, die seitlich der St. Mariä Himmelfahrt Kirche Rees steht. Deren Anfertigung und Aufstellung im März 2005 geht auf den Reeser Verkehrs- und Verschönerungsverein (VVV) zurück, dessen Vorsitzender Albring bis April 2012 war.

Albring und der VVV, dem heute Michael Kemkes vorsteht, haben aber noch weiteres eingestielt. Geplant ist, eine Tafel zum Gedenken an Leisner an der Florastraße in der Höhe seines ehemaligen Geburtshauses aufzustellen. „Mir liegen die ersten Skizzen des Künstlers Jürgen Ebert dafür vor“, sagt Albring. Dieser sei gerade dabei, die Kosten für die Gedenktafel zu ermitteln, die die Form eines Pultes haben soll. Auf der Tafel sollen die wichtigsten Lebensdaten des Priesters vermerkt sein. Auch das Datum seiner Priesterweihe. Denn Leisner war der einzige, der jemals in einem Konzentrationslager die Priesterweihe empfing. „Für mich grenzt das an ein Wunder und ist Rechtfertigung genug, dass man ihn heilig spricht“, sagt Rolf Albring, der auch Mitglied des Internationalen Karl Leisner-Kreises ist. Der Kreis hat die Heilig-Sprechung Leisners schon vor vielen Monaten beantragt, die Entscheidung steht allerdings noch aus.

Fest steht, dass am Jubiläumstag Leisners der Internationale Karl-Leisner-Kreis in Rees tagen wird – vermutlich im Bürgerhaus. Am gleichen Tag wird auch ein Festgottesdienst in der St. Mariä Himmelfahrt-Kirche gefeiert. Albring hat angeregt, den Gottesdienst von Weihbischof Wilfried Theising zelebrieren zu lassen. „Dechant Michael Wolf hat ihm meinen Vorschlag vorgetragen, der Bischof hat spontan zugesagt“, freut sich Rolf Albring. Weiterhin ist eine Ausstellung zu Karl Leisner und seinem Lebenswerk im städtischen Museum Koenraad Bosman geplant. Sie soll etwa 14 Tage vor dem Leisner-Jubiläum eröffnet werden.