Fruchtzucker in Fitnessriegeln macht dick

DerWesten

Hamburg. Softdrinks, Milchshakes und Müsliriegel werden immer öfter mit Fruchtzucker zubereitet. Gesünder als Haushaltszucker sei er aber nicht, warnen Verbraucherschützer. Denn mögliche Folgen können gesundheitliche Beschwerden und Übergewicht sein.

Fertiglebensmittel enthalten nach Angaben von Verbraucherschützern, häufig zu viel Fruchtzucker und können dadurch zu gesundheitlichen Beschwerden führen. Für Verbraucher sei es oft schwierig, den Fruchtzuckergehalt beim Einkauf zu erkennen, erklärt die Verbraucherzentrale Hamburg. Demnach ist Fruchtzucker, der auch als Fruktose bezeichnet wird, auch in fruchtlosen Produkten wie Softdrinks oder Fitnessriegeln in Form von Maissirup oder Glukose-Fruktose-Sirup versteckt.

Fruktose kann zu Übergewicht führen

Fruktose klinge zwar nach Frucht und Gesundheit, doch zu viel Fruchtzucker könne zu Stoffwechselstörungen und Übergewicht führen, warnt die Verbraucherzentrale weiter. Rund ein Fünftel der Bevölkerung reagiere zudem besonders empfindlich auf Fruktose. Bei den Betroffenen können demnach Bauchkrämpfe oder Blähungen auftreten.

Fruktose wird nach Angaben der Verbraucherschützer als billiger Rohstoff in Süßigkeiten, Getränken, Kinderlebensmitteln, Milchshakes oder Speiseeis verwendet. Manche Hersteller wollten ihre Produkte auch gesünder erscheinen lassen und tauschen deshalb Haushaltszucker gegen Fruktose, warnt Karin Riemann-Lorenz von der Verbraucherzentrale Hamburg. „Fertiglebensmittel sollten mit einer Ampel gekennzeichnet werden, damit der Zuckergehalt auf den ersten Blick erkennbar ist. Die Allergenkennzeichnung auf Lebensmitteln muss um eine Mengendeklaration für Fruktose ergänzt werden“, forderte sie. (afp)