Freizeitbad Unna-Massen: Hochland-Rinder grasen die Liegewiese ab

Foto: WR

Unna.. Das ehemalige Freizeitbad Massen wird zum Rindergehege. Fünf Highlands grasen seit November auf der Liegewiese – als „Landschaftspfleger“. Sobald die Stadt das Bad in ein Bürgerbad umwandelt, müssen die Hochland-Rinder wieder weichen.

Neue Nutzung für das Freizeitbad in Massen: Seit Ende November grasen fünf schottische Highland-Rinder auf dem riesigen Areal des Bades. Sie gehören Harald Köhnemann, Hauptabteilungsleiter Netze bei den Stadtwerken Unna. „Die Tiere betreiben hier Landschaftspflege“, sagt Köhnemann. Die Paarhufer halten die Büsche kurz, und wenn kein Schnee liegt, auch das Gras.

Stadt kann sich den Gärtner sparen

Und als Nebeneffekt sparen sie den Stadtwerken Geld. „Dann muss kein Gärtner auf das Gelände und die Anlagen pflegen. Aus dem Freizeitbad ist zurzeit ein kleines Biotop geworden.“ Köhnemann sagt aber auch: „Wenn sich hier was tut, sind die Tiere natürlich sofort wieder weg.“

Wie berichtet ist geplant, das ehemalige Freizeitbad in ein Bürgerbad umzuwandeln. Nachdem der Rat beschlossen hat, statt der großen Sanierung (3, 6 Millionen Euro) die Sparvariante (700 000 Euro) umzusetzen, geht man in Massen jetzt daran, freiwillige Mitarbeiter für das Bürgerbad zu rekrutieren. Ortsvorsteher Helmut Tewes ist zuversichtlich, dass das Projekt Bürgerbad in Massen klappen wird.

Ein Kilo Highland-Steak kostet 80 Euro

Bis es soweit ist, lässt Köhnemann seine zotteligen Rinder weiter friedlich auf der 1,7 Hektar großen Liegewiese grasen. „Wenn kein Schnee liegen würde, müsste ich nicht einen Halm Heu zufüttern. Die Tiere könnten sich mit dem Grün, das auf dem Gelände wächst, ausschließlich ernähren“, sagt Harald Köhnemann.

Rund zehn Kilogramm Futter braucht ein Tier pro Tag. Das Fleisch habe Spitzenqualität, schwärmt Köhnemann. Werden deutsche Fleischrinder nach 15 Monaten geschlachtet, so haben Köhnemanns Tiere ihr Schlachtgewicht nach drei Jahren erreicht. Von rund 500 Kilogramm Lebendgewicht blieben 175 Kilogramm verwertbares Fleisch übrig. Und Qualität hat eben ihren Preis: ein Kilogramm Steakfleisch koste zwischen 70 und 80 Euro, sagt Harald Köhnemann.

 
 

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