Film über Demenz gewinnt Lüdia

Philip Ritter
Foto: WR

Lünen. Der mit 10 000 Euro dotierte Publikumspreis Lüdia geht in diesem Jahr an den deutschen Spielfilm „Eines Tages ...“

Regisseur Iain Dilthey erzählt in dem ebenso gefühlvollen wie informativen Film von drei demenzkranken Menschen und ihren Angehörigen. Die Schauspieler Horst Janson und Herbert Schäfer waren am Freitag in Lünen, um den Film vorzustellen.

Bei der Kinofest-Abschlussgala am Sonntagabend nahm dann Produzent Torsten Reglin die Bronzestatue stellvertretend entgegen. „Das ist eine Riesenehre, weil unser Film so klein daherkommt“, sagte Renglin in der Cineworld. „Allein die Einladung nach Lünen hat uns irre gefreut.“

Wattwanderung auf Holzpaletten

In der Sparte der kurzen Kurzfilme war Max Zähle von der Hamburg-Media-School erfolgreich: Für seinen Film „Wattwanderer“ über eine Familien-Wanderung, die auf schwimmenden Holzpaletten endet, erhält Zähle 1600 Euro und eine Untertitelung.

Der 37-minütige Spielfilm „The Night Father Christmas Died“ gewann den Wettbewerb für mittellange Filme („Erster Gang“). Der Preis beinhaltet 1600 Euro sowie eine Untertitelung und wird von Lüner Gastronomen gestiftet. Insgesamt wurden Preisgelder im Gesamtwert von 45 300 Euro vergeben.

Den Abschluss des Kinofestes machte der Dokumentarfilm „Jane’s Journey“. Per Videobotschaft grüßte die Schimpansenforscherin Jane Goodall die Lüner, bedauerte ihre Abwesenheit und sprach mit englischem Akzent den Slogan „Lünen ist die Härte“. Das nächste Kinofest findet vom 10. bis 13. November 2011 statt.