Fester Treffpunkt für mobile Weltenbummler

Zum festen Kern des Wohnmobil-Stammtischs gehören mittlerweile 30 Menschen.
Zum festen Kern des Wohnmobil-Stammtischs gehören mittlerweile 30 Menschen.
Foto: Mareike Sehr
Zu den Treffen des Wohnmobilfahrer-Stammtisches kommen inzwischen regelmäßig bis zu 30 Menschen.

Unna/Strickherdicke. Mehrmals im Jahr einfach die Koffer packen, hinein ins rollende Wohnzimmer, anschnallen und los geht’s.

Wer hat nicht schon einmal von einem eigenen Wohnmobil geträumt, in dem man unabhängig die Länder bereisen kann, sei es Skandinavien, Mitteleuropa oder die Balkanstaaten.

Die Besucher des Stammtisches der Wohnmobilfahrer haben sich genau diesen Traum erfüllt. „Zu unseren Treffen ins Bürgerhaus Strickherdicke kommen meist Ehepaare ab 50 Jahren sowie Rentner“, sagt Heribert Brinkschulte, Mitbegründer des Stammtisches. Seine Frau Rosemarie, das Ehepaar Barkowski und er haben im April 2006 den Stammtisch ins Leben gerufen. „Wir hatten damals einfach einmal eine Annonce in die Zeitung gesetzt und wurden beim ersten Treffen förmlich überrannt.“ Seitdem werden die Stammtischtreffen von rund 40 Wohnmobil-Liebhabern regelmäßig besucht, die von überall her anreisen: Aus Unna, Holzwickede, Fröndenberg, Balve, Hemer, Herdecke oder Menden.

„Wir haben damals extra keinen Verein gegründet. Die Treffen sollten ungezwungen sein, jeder kann kommen wann er will und es müssen auch keine Beiträge gezahlt werden,“ sagt Brinkschulte, „und genau deshalb funktioniert es wohl auch so gut.“

Hans Borghoff aus Unna möchte mit den Leuten vom Stammtisch Kontakte knüpfen. Er ist zum ersten Mal bei dem Treffen in Strickherdicke. Auch die gemeinsamen Ausflüge und Touren findet er verlockend, die Gruppe war beispielsweise im vergangenen Jahr in Frankreich. „Eigentlich bin ich eher ein Alleinreisender und reise spontan. Wenn es mir irgendwo gefällt, dann bleibe ich, wenn nicht, dann fahre ich schnell weiter. In einer Gruppe geht das ja nicht“, sagt Borghoff. Dennoch sieht er Vorteile in den Fahrten der Stammtisch-Besucher: „Wenn eine Reise richtig durchgeplant ist, dann sieht man natürlich auch mehr.“

Inge Simundt aus Kessebüren ist mit ihrem Mann Peter bereits seit dem ersten Treffen dabei: „Wir mögen den Austausch mit Gleichgesinnten.“ Dabei geht es um Kurztrips und geeignete Urlaubsziele, den neuesten Schnick und Schnack für die Innenausstattung der Mobile oder besonders kundenfreundliche Werkstätten.

Ein anderer großer Vorteil liegt natürlich noch auf der Hand: „Sicher ist es auch praktisch, mit dem Wohnmobil zu Feiern oder Geburtstagen zu fahren“, sagt Simundt. „Nach der Feierlichkeit kann man dann einfach in seinem eigenen Bett vor Ort schlafen.“

 
 

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