FDP pfeift ihre Gauck-Befürworter zurück

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Berlin.  Die FDP ringt in der Frage der Bundespräsidenten-Wahl um Geschlossenheit: Führende FDP-Politiker stärken dem CDU-Kandidaten Christian Wulff den Rücken und rufen so indirekt die Abweichler aus den eigenen Reihen zurück.

Trotz wachsender Kritik in den eigenen Reihen sehen führende FDP-Politiker die Wahl des niedersächsischen Ministerpräsidenten Christian Wulff (CDU) zum Bundespräsidenten nicht gefährdet. „Da muss sich keiner Sorgen machen“, sagte Gesundheitsminister Philipp Rösler der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ vom Montag auf die Frage, ob der CDU-Politiker in der Bundesversammlung an mangelnder Unterstützung der Liberalen scheitern könnte. Wulff sei „der beste Kandidat und auch menschlich sehr kompetent“. Er sicherte dem CDU-Politiker geschlossene Unterstützung der Wahlfrauen und Wahlmänner aus Niedersachsen zu: „Das ist Ehrensache.“

„Die FDP wackelt nicht“

Auch Niedersachsens stellvertretender Ministerpräsident Jörg Bode (FDP) rechnet in seiner Partei bundesweit mit großer Unterstützung für Wulff. „Die FDP wackelt nicht“, hob er hervor. Die stellvertretende FDP-Vorsitzende Cornelia Pieper sagte der „Mitteldeutschen Zeitung“ vom Montag, sie gehe davon aus, dass Wulff am Ende die Mehrheit in der Bundesversammlung bekommen. Vorher werde er insbesondere bei den ostdeutschen Abgeordneten für sich werben.

Vor allem ostdeutsche FDP-Politiker hatten am Wochenende offen Sympathie für den ehemaligen DDR-Bürgerrechtler Joachim Gauck bekundet. SPD und Grüne hatten den 70-Jährigen nach dem Rücktritt von Horst Köhler in der vergangenen Woche als ihren Kandidaten für die Nachfolge vorgestellt. Union und FDP hatten zuvor Wulff als ihren gemeinsamen Kandidaten präsentiert. (afp)

 
 

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