Facetten einer Urteilsfindung

Foto: Veranstalter
Ein Porträt des ehemaligen amerikanischen Präsidenten Abraham Lincoln schaut mit kaltem Blick auf zwölf Personen herab, die sich um einen langen Tisch drängen.

Lünern.. Ein Porträt des ehemaligen amerikanischen Präsidenten Abraham Lincoln schaut mit kaltem Blick auf zwölf Personen herab, die sich um einen langen Tisch drängen.

Einmalige Aufführung des Theaterstücks

Sie verhandeln über Leben oder Tod eines 19-jährigen Straftäters, eingeschlossen in dem Hinterzimmer eines New Yorker Gerichtes. Ein Junge aus einem sozialen Brennpunkt, natürlich vorbestraft, soll seinen Vater erstochen haben. Das Urteil kann nur einstimmig gefällt werden. Elf Geschworene haben bereits für die Schuld des Jungen gestimmt, nur eine junge Frau hält dagegen.

Das Theaterstück „Die zwölf Geschworenen“ zog am Samstagabend die Besucher der Antoniuskapelle Lünern in seinen Bann. Die Theatergruppe „ebenDIE“, die bereits im vergangenen Jahr in der Antoniuskapelle das Stück „Das Fest“ aufgeführt hatte, begeisterte die Zuschauer ein weiteres Mal mit einer Inszenierung, die man so schnell nicht wieder vergisst. Denn die Verhandlung drehte sich nicht nur um den Fall eines jungen Mörders – auch die persönlichen Hinter- und Abgründe der Geschworenen selbst, die sich auf den Verlauf der Verhandlung auswirkten, kamen mit der Zeit auf den Tisch. Es entfaltete sich eine von Intoleranz, Rechthaberei, Selbstüberschätzung, Misstrauen, Desinteresse und Oberflächlichkeit beeinflusste Entscheidungsfindung.

 

EURE FAVORITEN