Essen

Weltpremiere von Hape Kerkelings Film „Der Junge muss an die frische Luft“: Komiker ist von einem Kollegen besonders begeistert

Hape Kerkeling und Julius Weckauf bei der Premiere von "Der Junge muss an die frische Luft" in der Lichtburg Essen.
Hape Kerkeling und Julius Weckauf bei der Premiere von "Der Junge muss an die frische Luft" in der Lichtburg Essen.
Foto: Funke Foto Services

Essen. „Schätzelein!“ Spätestens seit Horst Schlämmer gehört Hape Kerkeling ohne Zweifel zu den bekanntesten deutschen Komikern. Aber er ist viel mehr als nur das: Er ist auch Moderator, Schauspieler, Sänger, Synchronsprecher – und Autor.

2014 erschien bereits sein zweites Buch, die Autobiographie „Der Junge muss an die frische Luft – Meine Kindheit und ich“. Sechs Millionen Mal wurde das Buch verkauft und nun auch verfilmt. Der Film feierte am Dienstagabend in der Lichtburg in Essen Weltpremiere. Dafür kamen zahlreiche deutsche Stars und Persönlichkeiten ins Ruhrgebiet.

Neben dem Entertainer selbst war auch Regisseurin und Oscarpreisträgerin Carolin Link („Nirgendwo in Afrika“) vor Ort. Der zehnjährige Hauptdarsteller des Films, Julius Weckauf war genauso am roten Teppich wie die Darsteller Luise Heyer, Sönke Möhring und Joachim Król. Weitere Gäste: Elena Uhlig, Jan Lindner, Ursula Werner und Rudolf Kowalski.

Hape Kerkeling: Nelson Müller und Armin Laschet schwärmen

Vom Film, der am Ende entstand, zeigten sich die Stars bei der Premiere am Roten Teppich genauso begeistert wie von der gesamten Produktion – und schwärmen von Kerkeling.

So auch Starkoch Nelson Müller, der im Anschluss an die Filmvorführung im Essener Lichthaus Häppchen servierte, und CDU-Politiker Armin Laschet. Er sagt: „Hape Kerkeling kann unheimlich viel. Er ist schlau, menschenlieb, ein sympathischer und engagierter Mensch.“ Er kenne ihn gut, sei ihm schon häufig begegnet.

Neben den Prominenten kamen auch zahlreiche Fans, um Hape Kerkeling persönlich zu treffen. Der gebürtige Recklinghauser zeigte dabei vor allem eines: Nähe zu seinen Fans. Er ließ sich mit ihnen fotografieren, scherzte mit denen, die extra gekommen waren und stundenlang in der Kälte ausharrten, nur um ihn einmal hautnah zu sehen und bei diesem großen Tag dabei zu sein.

Dreharbeiten im Ruhrgebiet, in München und Berlin

Die Fans, die Schauspieler, die Regisseurin, Hape Kerkeling – alle sind von dem Ergebnis der Dreharbeiten im Ruhrgebiet, in München und Berlin begeistert. Möhring, der den Vater des Comedians verkörpert, freut sich vor allem, dass der Film bisher von allen Seiten so positiv aufgenommen wurde, und „nur wenig Kritik bekommen hat“.

Auch wie Oscargewinnerin Link an den Film herangegangen ist, findet der Schauspieler bewundernswert. „Schon am ersten Drehtag sagte sie: ‚Es geht hier nicht um Nostalgie, sondern um die Geschichte einer Familie, und wie Hape der Mensch wurde, der er ist“, so Möhring.

Und Julius Weckauf, der den jungen Hape Kerkeling darstellt? Der erschien ganz entspannt am roten Teppich. Die Kerkeling-Rolle war seine erste Schauspielrolle überhaupt. Wüsste man es nicht besser, könnte man davon ausgehen, dass er sich schon seit Jahren auf den Roten Teppichen der Republik aufhält.

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„Hat diese Leichtfüßigkeit": Hape Kerkeling von Hauptdarsteller beeindruckt

Auch Kerkeling ist von dem jungen Talent beeindruckt. „Der Julius ist ganz toll. Er ist wirklich ein ganz toller Kerl“, so der 54-Jährige. Auf die Frage, ob Julius er sei, antwortet er: „Nein, ist er nicht. Er ist nicht ich, ich bin nicht er, aber wir sind gewissermaßen seelenverwandt. Julius ist eine ganz eigene, starke Persönlichkeit.“

Und weiter: „Ich bin mir nicht sicher, ob ich in meiner Jugend genauso schlagfertig war wie er. Ich war schon schlagfertig, aber Julius hat so eine Leichtfüßigkeit. Ob ich genau so war? Ich weiß es nicht.“

Und war Hape Kerkeling als Kind wirklich so, wie es im Film dargestellt wird? Ja, im Großen und Ganzen kommt das schon so hin."

Hape Kerkelings Mutter litt an Depressionen

Der Film handelt von der zunächst glücklichen, dann äußerst schwierige Kindheit Hape Kerkelings. Seine Mutter Margret litt an schweren Depressionen, nahm sich das Leben, als ihr Sohn nur neun Jahre alt war.

Der Streifen deckt die Zeit zwischen den ersten Erinnerungen über seine Erlebnisse als Moderator von „Unterwegs in der Weltgeschichte“ bis hin zur Erfindung seines Kult-Alter-Egos Horst Schlämmer ab.

Der Junge muss an die frische Luft“ kommt am 25. Dezember in die deutschen Kinos. (cs)

 
 

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