Es geht 2011 weiter im Krankenhaus Altena

Krankenhaus-Geschäftsführer Franz-Jörg Rentemeister (2. von links) stellt vor dem Aktionsbündnis  klar: Am 31. Dezember ist nicht Schluss im St.-Vinzenz-Krankenhaus.
Krankenhaus-Geschäftsführer Franz-Jörg Rentemeister (2. von links) stellt vor dem Aktionsbündnis klar: Am 31. Dezember ist nicht Schluss im St.-Vinzenz-Krankenhaus.
Foto: WR

Altena..  Das Altenaer Krankenhaus arbeitet auch über den 31. Dezember hinaus für die Bevölkerung. Vinzenz-Geschäftsführer Rentemeister berichtete am Donnerstagabend von zwei verheißungsvollen Kooperationspartnern. Chefarzt Jens Linderhaus stellte Pläne für eine Früh-Reha vor. Für das Medizinische Zentrum ist eine neue Frauenärztin gefunden.

Nach mehrmonatiger Stille traf sich am Donnerstag im Ratssaaal das Aktionsbündnis „Rettet das Altenaer Krankenhaus“ mit dem neuen Geschäftsführer. Franz-Jörg Rentemeister formulierte: „Ich schließe das Krankenhaus nicht. Aber Sie schließen es selbst, wenn Sie es nicht entsprechend frequentieren!“

Rentemeister las den Akteuren zunächst die Leviten und behauptete, die Protestaktionen hätten dem Altenaer Krankenhaus geschadet. Das bestritten die Teilnehmer zwar energisch. Dennoch lenkte Bürgermeister Dr. Hollstein am Ende ein und lud Rentemeister ein, gemeinsam die Protest-Transparente einzurollen - ein mehr als symbolisches Friedenssignal.

Rentemeister widersprach Behauptungen, Politik habe ihn gezwungen zu dem Gespräch mit dem Aktionsbündnis. „Ich bin freiwillig gekommen.“ Er schaffe es jedoch nicht, die Vergangenheit aufzuarbeiten.

Rentemeister verdeutlichte, dass das Krankenhaus keineswegs über den Berg sei. Es geht aus seiner Sicht kein Weg an einschneidenden Maßnahmen vorbei. Dabei sollen andere Krankenhaus-Träger helfen. Rentemeister spricht von zwei Gesprächspartnern „mit besonderer Bedeutung“. Ob Fusion, Kooperation oder eine komplette Übernahme in Frage kommen, wollte Rentemeister nicht sagen. „Ich gehe aber davon aus, dass das klappen wird. So oder so.“

Als weiteren Ansatz sieht Rentemeister die Möglichkeit, mehr anzubieten. Dazu bereitet Chefarzt Jens Linderhaus derzeit den Start einer Früh-Reha im geriatrischen Bereich vor.

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