Erfrischendes vom Marktplatz

Foto: WAZ
Der letzte Tag des Kultursommers ist der Tag der Dorstener. Die Blasmusiker von St. Marien überzeugen ebenso wie die “Ritter Rost Band“

Dorsten. „.  Erfrischend klassisch“ stand auf dem Banner neben der Bühne. Genauso wie „Erfrischend kreativ“ und „Erfrischend komisch.“ Die Besucher, die am Sonntag – dem dritten und letzten Tag des Kultursommers 2012 – auf den Marktplatz kamen, erlebten in der Tat noch einmal sehr viel Erfrischendes.

Wie erfrischend und wie kreativ Blasmusik sein kann, demonstrierte das Orchester von St. Marien. „Wir beschränken uns auf Musik, die uns gefällt“, hatte Geschäftsführer Ludger Thiemann vor dem gut 45-minütigen Konzert gesagt. Die Musiker trugen ihre Westen in rot, blau und orange und spielten einen ebenso kunterbunten Mix aus fast allen Musikrichtungen.

Von Bonanza bis Tarzan

Auch Bürgermeister Lambert Lütkenhorst fand Gefallen an den Kostproben der Blasmusiker. Der Serien-Hit von Bonanza, der 70’er-Jahre Hit „Yellow River“ bis hin zu tollen Musicalhits aus Tarzan oder Jesus Christ Superstar – die Dorstener überraschten mit einem breit gefächerten Repertoire.

Dirigent Oliver Janich ist gerade 18 Jahre alt. Er feierte beim Kultursommer seine Premiere am Taktstock. Janich kündigte zudem jeden Titel an und hatte den ein oder anderen Joke parat. Dass seine Notenblätter mehrfach über die Bühne wehten, brachte ihn nicht aus dem Konzept. Im Gegenteil. Die Zuhörer waren sich einig: Sehr Erfrischend war das, was Oliver Janich und die Blasmusiker von St. Marien da am Sonntag boten.

Romina Rautenberg, die im Orchester von St. Marien Altsaxophon spielt, war mit dem Auftritt sehr zufrieden. „Endlich haben wir mal vor Publikum gespielt, das richtig laut applaudiert hat. Da macht das gleich mehr Spaß.“

Bühne frei für die Ritter Rost Band

Danach hieß es Bühne frei für Ritter Rost. Die „Ritter Rost Band“ mit Patricia Prawit, der Originalstimme aus dem Buch von Burgfräulein Bö, war zu Gast. Zahlreiche Familien waren mit ihren Kindern zum Marktplatz gekommen, die Stuhlreihen waren um viertel nach drei am Nachmittag gut gefüllt.

Die bekannten Ritter Rost Bücher samt der immer dazugehörenden Musical-CDs stehen in vielen Kinderzimmer-Regalen. Patricia Prawit sang, ihre drei Kollegen spielten Gitarre und Schlagzeug.

Großen Spaß an der flotten Aufführung hatte vor allem der kleine Manuel, der fast alle Bücher vom Ritter Rost gelesen hat, sich als großer Fan geoutet hat. Er trug sogar ein T-Shirt vom Kinderbuch-Helden. Manuel kommt aus Holsterhausen, seine Lieblingsfigur ist der Ritter selbst. Natürlich. „Der ist eine richtige ‘Schissbuchse’. Der verkriecht sich immer und ist ganz lustig“, erklärt der Sechsjährige.

Erfrischend komisch eben.

 
 

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