Eon will Laufzeit für Datteln wohl deckeln

Thomas Wels
Eon will es endlich ans Netz bringen: das Kohlekraftwerk in Datteln. Luftbild: Hans Blossey
Eon will es endlich ans Netz bringen: das Kohlekraftwerk in Datteln. Luftbild: Hans Blossey
Foto: Hans Blossey

Datteln. Eon will das umstrittene Kohlekraftwerk Datteln endlich ans Netz zu bringen. der Konzern spricht mit der NRW-Spitze über eine begrenzte Genehmigung für bis zu 38 Jahre. Damit wolle man die kohlekritischen Grünen besänftigen.

Die SPD-Fraktion will den Grünen im Regionalverband Ruhr (RVR) bei ihrem heutigen Treffen eine Laufzeitbeschränkung für das umstrittene Eon-Steinkohlekraftwerk in Datteln vorschlagen. Das wurde dieser Zeitung aus der SPD-Fraktion bestätigt. Die Rede ist von einer Reduzierung auf 30 Jahre. Normalerweise haben Kraftwerke eine Laufzeit von etwa 40 Jahren.

Als weitere Kompromisslinie werde auch diskutiert, das Kraftwerk nicht in Vollauslastung laufen zu lassen. Eon wollte das nicht kommentieren. Reiner Priggen, Fraktionschef der Grünen im Landtag, sagte: „Ich kenne den Vorschlag nicht, grundsätzlich ist jede Idee zu erörtern. Ich kann mir aber nicht vorstellen, wie eine Laufzeitverkürzung heilen soll, dass das Kraftwerk am falschen Standort steht.“

Auch in der SPD-Fraktion im RVR ist der Vorschlag umstritten.Der Energiekonzern Eon erwägt nach einem „Spiegel“-Bericht eine Laufzeitbegrenzung für sein umstrittenes Kohlekraftwerk Datteln, um das Projekt zu retten. Im Gespräch sei eine begrenzte Genehmigung für 20 bis 38 Jahre, meldete das Hamburger Magazin am Samstag vorab. Darüber debattiere Eon mit führenden Sozialdemokraten aus Nordrhein-Westfalen.