Elterncafé mit Josef Reding

Peter Gräber
Josef Reding Autor Foto: Knut Vahlensieck
Josef Reding Autor Foto: Knut Vahlensieck
Foto: WR

Holzwickede. Nicht, dass es an Einladungen für den international renommierten Schriftsteller Josef Reding mangeln würde. Doch im stolzen Alter von 82 Jahren ist das Bedürfnis nach öffentlichen Auftritten begreiflicherweise nicht mehr ganz so ausgeprägt wie in jüngeren Jahren. So macht sich der in Dortmund lebende, vielfach ausgezeichnete Autor in der Öffentlichkeit zunehmend rar.

Wenn es allerdings darum geht, mit der jüngeren Generation ins Gespräch zu kommen, ist Josef Redings Interesse stets geweckt. So war es auch gestern Abend, als Josef Reding, begleitet von seiner Frau Elisabeth Stark-Reding, der zugkräftige Gast im Elterncafé des Clara-Schumann-Gymnasiums war .

Dass der 82-Jährige gerne solchen Einladungen aus Holzwickede folgt, dass sie für ihn „immer etwas ganz Besonderes“ sind, wie er behauptet, liegt nicht allein daran, dass die Hauptschule in Holzwickede sich 1988 nach ihm benannte.

Vielmehr ist dem Privatmann wie dem politischen Schriftsteller Josef Reding der Austausch und die Nähe zur jüngeren Generation ein Anliegen und Bedürfnis. „Ich habe ja schließlich selbst drei Söhne und inzwischen auch drei Enkel“, sagt Reding. „Ich bin aber auch Jahrgang 1929 und habe einiges erlebt, wie zum Beispiel den Nationalsozialismus. Ich will dazu beitragen, dass keine Generation das gleiche noch einmal mitmachen muss.“

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Mit Zuhrah Roshan-Appel, der Sozialpädagogin am Clara-Schumann-Gymnasium und Einladerin des Elterncafés, verbindet Josef Reding zudem eine freundschaftliche Beziehung. „Zuhrah hat mal als Schülerin über mich eine ganz hervorragende Arbeit geschrieben“, meint Reding. Darüber sei man sich auch persönlich näher gekommen.

Für Josef Reding und seine Frau Elisabeth gibt es also gleich mehrere Gründe, sich auf das Elterncafé des CSG gestern Abend zu freuen.

Berührungsängste oder gar falsches Konkurrenzdenken sind dem Namenspatron der Hauptschule nebenan ohnehin fremd.

Lockere Atmosphäre

Auch ein festes Programm hat sich der 82-Jährige für die in lockerer Atmosphäre geplante Veranstaltung nicht vorgenommen. „Ich werde etwas aus meiner Biografie erzählen und aus einigen meiner Kurzgeschichten vorlesen, je nachdem welche Zuhörer da sein werden.“

Zur Entlastung von Josef Reding und Auflockerung sind einige musikalische Einlagen von Tim Alexewicz, einem Schüler des CSG, am Klavier geplant. „Auch dafür sind meine Frau und ich ganz dankbar“, wie Josef Reding vorher verrät. „Schließlich haben wir uns auch über die Musik kennengelernt. Das war bei einem Singen im Madrigalchor.“