EK-Mitarbeiter verzichten dieses Jahr auf ihr Weihnachtsgeld

Neues Ärztehaus am EK in Unna Dr. Dietmar Herberhold Foto: Henryk Brock
Neues Ärztehaus am EK in Unna Dr. Dietmar Herberhold Foto: Henryk Brock
Foto: Henryk Brock

Unna. Die 500 Mitarbeiter im Evangelischen Krankenhaus (EK) erhalten in diesem Jahr kein Weihnachtsgeld. Darauf einigten sich die Mitarbeitervertretung und die Geschäftsführung der Klinik.

In Abhängigkeit vom Jahresergebnis 2011 wird dann ein Teil dieses einbehaltenen Geldes im Juli 2012 ausbezahlt.

„Wir haben einen Kompromiss hinbekommen, der sowohl Rücksicht auf den Fortbestand des Unternehmens nimmt, zum anderen aber auch die Interessen der Mitarbeiter berücksichtigt“, schreiben Ulrich Szcypior, Chef der Mitarbeitervertretung und Stiftungsvorstand Dr. Dietmar Herberhold in einer gemeinsamen Presseerklärung.

Stiftungsvorstand Dr. Dietmar Herberhold ergänzt: „Wir wissen, was unsere Mitarbeiter täglich leisten – daher ist es ein bitterer Verzicht, den wir unseren Mitarbeitern abverlangen.“ Herberhold betont, es „haben keine Fusionsgespräche stattgefunden. Zudem stehen Überlegungen, sich mit anderen Partnern zusammen zu tun, in keinem Zusammenhang mit dem Weihnachtsgeldverzicht.“ Im Valeo-Verbund, dem auch das EK angehört, fusionieren zum 1. Januar die Kliniken in Hamm und Lippstadt. Im Interview mit unserer Zeitung sagten bereits die Chefärzte Dr. Matthias Pothmann und Dr. Wolf Armbruster, dass sie als EK Unna eigenständig bleiben möchten.

Wegen Minderbelegung im Sommer und einer schlechten Zahlungsmoral der Krankenkassen, würden der Klinik 850 000 Euro fehlen. Der Verzicht aufs Weihnachtsgeld ist 650 000 Euro wert. Die Klinik braucht eine positive Bilanz, um anstehende Investitionen stemmen zu können.