Eine Herberge für Mensch und Tier

Im Dorstener Tierheim fand ein Winterbasar statt.
Im Dorstener Tierheim fand ein Winterbasar statt.
Foto: Waz/Fotopool
Das Tierheim am Ellerbruch in Hervest landet mit dem Weihnachtbasar einen vollen Erfolg.Besucher spenden großzügig für die Arbeit der Einrichtung

Hervest..  Der Winterbasar des Tierschutzvereins am Hervester Tierheim war ein voller Erfolg. „Wir wollten erst um 13 Uhr beginnen, aber als um 12.30 Uhr die ersten Besucher auf der Matte standen, haben wir einfach die Pforten geöffnet“, sagte Heike Unkel, Vorsitzende des Vereins.

Was hatte der Winterbasar zu bieten? Auf die Minute genau war es am Ellerbruch wie im restlichen Stadtgebiet kalt geworden und so waren Glühwein, Weihnachtsplätzchen und andere Leckereien der Renner. Natürlich gab es auch Präsente für den Gabentisch. „Wir hatten ganz tolle Sachen für Zweibeiner und natürlich für Vierbeiner im Angebot. Das Tollste war, dass uns diese Dinge alle von Bürgern aus ganz Dorsten geschenkt worden sind. Hier bei uns kommt der Erlös komplett den Tieren zu Gute“, so Unkel.

Ein lebendiger Treffpunkt im Ortsteil

In der Tat hat sich das einst als Treffpunkt passionierter Biertrinker verschriene Tierheim zu einem lebendigen Treffpunkt im Ortsteil entwickelt. Ein Blick auf das Tierheim selbst unterstreicht diese These. Die etwas in die Jahre gekommenen Stallungen und Zwinger wurden so gut wie eben möglich renoviert und erstrahlen in neuem Glanz. Die wohl mit Abstand wichtigste Erkenntnis: Die dort eingestellten Tiere sind putzmunter und gepflegt.

„Ich bin hier vor Jahren mal eher zufällig auf dem Weg zum Segelflugplatz vorbeigekommen und war entsetzt. Jetzt freue ich mich darüber, wie viele nette Menschen sich jetzt hier mit Liebe und Herz um die Tiere kümmern,“ sagt Silke Krömer aus Mülheim, die zufällig mit Bekannten den Basar besucht hatte.

Bei den Tieren sind derzeit ganz klar die Stubentiger die Nummer eins bei den Gasttieren. „Wir haben gute Vermittlungsquoten, aber eine Katze wird leichter abgeschrieben, als mancher Hund“, klagt Heike Unkel. Wie auch immer: Die Samtpfoten fühlen sich angesichts der Witterung in der Katzenstube des Tierheims richtig wohl. Yvonne Laaß spielt mit ihnen in einer nachgestellten Wohnung und wer von den Damen und Herren Schnurrdibur darauf keine Lust hat, der verkrümelt sich in eine Ecke. „Sie haben es allesamt gut bei uns, aber wenn diese Tiere in eine liebevolle, neue Familie umziehen, dann ist das natürlich noch einmal viel besser“, so Heike Unkel, die unermüdlich weiter daran arbeitet, das Tierheim zu einem Begegnungsort zu gestalten.

Die Einnahmen aus dem Weihnachtsbasar helfen dabei. Und mal ganz ehrlich: wo lässt sich die Weihnachtsgeschichte schöner erzählen, als in einem echten Stall mit Schafen, Ziegen, Katzen und anderen Vierbeinern.

 
 

EURE FAVORITEN