Ehrenamt ist Ehrensache

13 Einrichtungen präsentierten sich zur ersten Ehrenamtsbörse in Bönen.
13 Einrichtungen präsentierten sich zur ersten Ehrenamtsbörse in Bönen.
Foto: Peter Thiemann

Bönen.  Vom Winde verweht war zeitweise rund um den Zechenturm die erste Ehrenamtsbörse. Die Auftaktveranstaltung hatte mit einem stürmischen Wind und zahlreichen Veranstaltungen im Umkreis zu kämpfen.

Schneller als mancher rennen kann, wirbelt ein Strohhut über den Vorplatz des Zechenturms. Wenige Meter weiter knickt ein Pavillon ein und verabschiedet sich von seiner Funktion als Vordach. Eine Werbetafel fällt um und rot-weißes Flatterband weht durch die Lüfte. So stürmisch der Wind um den Zechenturm wehte, so wenig stürmisch war der Besucherandrang zur Ehrenamtsmesse. „Es gibt zahlreiche weitere Veranstaltung im Umkreis, da bleibt das Ehrenamt wohl etwas auf der Strecke“, zog Eva Isenbeck ihr Resümee.

Geben und Nehmen

Die wenigen Besucher, die den Weg zum Förderturm gefunden hatten, zeigten jedoch Interesse für die verschiedenen Aussteller.

Petra Schwarz, Anneliese Wienpahl und Verena Krekeler informierten rund um die Arbeit der „Grünen Damen & Herren“ sowie das „Café“ im Philipp-Nikolai-Haus. Neben den ambulanten Hausbesuchen bietet das Café eine Kontaktstätte für Bönener mit eingeschränkter Alterskompetenz. „Wir singen zusammen und spielen gemeinsam Gesellschaftsspiele. Dabei ist es erstaunlich, zu welchen Leistungen unsere Gäste im Stande sind. Während wir die Liedertexte teilweise ablesen müssen, singen die zu betreuenden Gäste auswendig“, erklärt Anneliese Wienpahl. „Für mich ist das ein Nehmen und ein Geben“, ergänzt Petra Schwarz. Das Team setzt sich momentan aus knapp 20 Helfern zusammen. Dennoch gibt es noch personelle Lücken. „Wir freuen uns über jeden, der Interesse zeigt und uns unterstützen möchte. Wir schulen die Leute vorher ausgiebig und sind jederzeit als Ansprechpartner da. Ohne das Ehrenamt wäre diese Arbeit unmöglich“, erklärt Koordinatorin Verena Krekeler.

Über die Arbeit der „Neuapostolischen Kirche“ informierten Adrian Oppermann und Werner Wendel. Die Besucher interessierte vor allem, was in der Neuapostolischen Kirche anders ist als bei den übrigen Christen. „Für mich hat das Ehrenamt einen sehr hohen Stellenwert und ist für mich ein Ausgleich zum Arbeitsalltag. Andere Leute treiben Sport und wir tun etwas für Gott und reden mit den Menschen“, fasst Werner Wendel seine ehrenamtliche Arbeit zusammen.

Ausgleich zum Alltag

„Auf die Einladung zur Messe haben wir direkt zugesagt, da gab es nichts zu überlegen. Es ist nur schade, dass nur wenige Besucher den Weg hierher gefunden haben“, so Oppermann. Eine weitere Institution, die direkt mit dem Ehrenamt in Verbindung gebracht wird, ist die „Caritas“. Neben Pflegeheimen, Krabbelgruppen und Familienbetreuung existiert seit gut zwei Jahren in der Gemeinde der besondere Kleiderladen „CARIert“. Für kleine Preise gibt es hier gesammelte Kleidungsstücke von Kopf bis Fuß. „Wichtig ist nur, dass die bedürftigen Käufer nachweisen können, dass sie bei uns einkaufen dürfen. Den Erlös der Verkäufe spenden wir dann an verschiedene Einrichtungen und Projekte“, erklärt Eva Isenbeck. Ihre Kollegin Regina Müller kann die Arbeit des Ehrenamtes überhaupt nicht in Worte fassen. „Das ist eine Sache, die jeder für sich erleben muss“, so Müller. Im Turm informierten der Naturschutzbund und die Chatterhat-Indien Hilfe. Für die kulinarische Verpflegung sorgten knackige Würstchen vom Grill, gebrutzelt von der „Kulturwerkstatt der Bürgerstiftung Förderturm Bönen“.

 
 

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