Dortmund kämpft gegen die Dealer

Foto: Hanjo Schumacher/press image

Dortmund.. Eine Statistik besagt: Jeder 25. Mensch auf der Welt kifft. Logisch, dass Marihuana auch in Dortmund konsumiert wird. Über 820 Platzverweise wurden zuletzt im und um den Dortmunder Westpark erteilt. Doch die Dealer bleiben.

Einer der bekanntesten Treffpunkte der Drogendealer in Dortmund ist an der U-Bahnhaltestelle Unionstraße. Draußen am Ausgang stehen gleich die Dealer. Ein Blick, ein Nicken und man ist im Geschäft – Cannabis, Marihuana. Die Portion gibt’s ab etwa 10 Euro. Sowas wiederholt sich an der Rheinischen Straße und Westpark Tag für Tag.

Als Kind denkt man sich, dass es Gras nur in Ghetto-Filmen gibt. Wird man ein Teenager, sieht man, dass es vor den eigenen Augen auf der Straße passiert: Die Jugendlichen besorgen sich das Gras aus Neugier und wollen es probieren. Obwohl es einem beim ersten Mal schlecht geht, probieren es die meisten immer wieder.

Erst probiert man es und später wird man womöglich selbst zum Dealer. Viele Jugendliche die, die aus sozial schwachen Familien oder aus Problembezirken kommen und keine gute Schulausbildung erfahren, sehen keinen Sinn mehr darin, zur Schule zu gehen, seitdem sie das Gras probiert haben.

Das Glücksgefühl eines Joints dauert zwei, manchmal drei Stunden. Kiffen ist durchaus als jugendtypisches Verhalten zu verstehen – für die Jugendlichen ist es keine Gewohnheit, sondern hat einen Sinn. Es geht um Probleme in der Familie, um Abgrenzungen, um den Ausdruck eines persönlichen Stils, um absichtliche Normverletzung und auch um Genuss und subkulturellen Lebensstil.

Während 1987 nur 40 Prozent der Jugendlichen einen ein- bis zweimaligen Cannabiskonsum als ungefährlich ansahen, taten dies 1993 bereits 62 Prozent. Heute werden es wohl weit über 80 Prozent sein. Das Kiffen ist sehr schädlich. Man erinnert sich nicht mehr an Sachen, pflegt sich nicht regelmäßig, und nach längerem Kiffen wird man schlechter in der Schule. Man sieht müde aus und man hat nicht so eine reine Haut. Also, probiert es nichtmal!

Yeliza Krasilovska, Klasse 10c, Wilhelm-Busch-Realschule Dortmund

 
 

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