Dorstenerin gründete Mamazone-Regionalgruppe

Dorsten.  Ursula Westermann gründet eine neue Regionalgruppe des Vereins Mamazone für Brustkrebspatientinnen. Ein Selbsthilfeverein? „Nein, gar nicht“, sagt sie ernst. „Es geht um Aufklärung.“

Mamazone (geschrieben mit rotem „a“ – um die Amazone im Wortspiel erkennbar zu machen) wurde 1999 von der Wissenschafts-Journalistin Ursula Goldmann-Posch in Augsburg gegründet. Sie hat seitdem viele Einzelprojekte initiiert und ein Buch geschrieben über die vielen Fragen, die sich mit der Diagnose stellen. „Kompaktes Wissen für Nichtmediziner“, sagt Ursula Westermann. „Das Buch müsste es eigentlich auf Krankenschein geben.“ Es hilft bei dem, was auch Westermann mit ihrer Gruppe erreichen will: Dass betroffene Frauen den behandelnden Ärzten „auf Augenhöhe begegnen und sich mit Krankheit und Therapie auseinander setzen können. Dann findet man seinen Weg leichter. Das ist die halbe Genesung“, so die Dorstenerin. Und: Man fällt nicht auf Internet-Scharlatane herein. Ärzte reagieren auf selbstbewusste Patienten durchaus unterschiedlich. „Einige sind froh, wenn die Patientin nicht so viel fragt. Es gibt aber auch immer mehr Ärzte, die finden das gut.“

Westermann weiß, wovon sie spricht. 1995 erkrankte sie zum ersten Mal selbst an Brustkrebs. „Damals gab es hier keine Gruppen. Ich wäre froh gewesen, wenn es so eine Unterstützung damals schon gegeben hätte.“ Sie galt nach fünf Jahren als geheilt und erkrankte im sechsten Jahr erneut an einem Tumor. „Ich gelte jetzt als Langzeit-Überlebende“, sagt sie.

Ein erstes Projekt ihrer Regionalgruppe steht in Grundzügen: Am 9. März will sie im Gemeindehaus der Johanneskirche einen Brustgesundheitstag organisieren mit Vorträgen und Infoständen.

 
 

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