„Die relativ junge Region nach außen hin bekannter machen"

Zeus-Reporterinnen
Foto: WP Michael Kleinrensing

Regionale-Geschäftsführer Dirk Glaser nahm sich gerne Zeit für ein Zeus-Interview.

Die Regionale ist ein Strukturförderprogramm des Landes Nordrhein-Westfalen, in dem die einzelnen Regionen in einem Wettbewerb gegeneinander antreten. Die Region, die gewonnen hat, hat bestimmte Vorrechte in Bezug auf Fördermittel des Landes.

Die fünf südwestfälischen Kreise (Kreis Soest, Hochsauerlandkreis, Kreis Olpe, Kreis Siegen- Wittgenstein und der Märkische Kreis) bilden gemeinsam eine Region und haben den Wettbewerb für 2013 gewonnen. Dazu haben wir Dirk Glaser, Geschäftsführer der Südwestfalen Agentur, befragt.

Zeus: Was soll mit der Regionale erreicht werden?

Dirk Glaser: Menschen in Städten wie Köln oder Düsseldorf verbinden mit Südwestfalen nur viel Wald und schöne Erholungsorte. Viele wissen nicht, dass es auch eine wirtschaftlich starke Region mit einer geringen Kriminalitätsrate ist. Die Regionale soll bewirken, dass die relativ junge Region nach außen hin bekannter wird , z. B. suchen die hier angesiedelten Unternehmen langfristig qualifizierte Fachkräfte.

Zeus: Welchen Nutzen haben die Bürger des Kreises Olpe von der Regionale?

Glaser: Auch der Kreis Olpe steht, trotz weitgehend intakter Familien- und Siedlungsstrukturen, vor großen Herausforderungen. Diese lassen sich gemeinsam mit anderen Kreisen und Gemeinden besser meistern. Es wird z.B. Konzepte für die Erhaltung der Lebensqualität in den Dörfern und Städten trotz zunehmender Überalterung geben. Die erfolgreichen Unternehmen des Kreises Olpe benötigen Fachkräfte aus der Region und von außen. Durch die Vernetzung und gemeinsame Optimierung der in Südwestfalen vorhandenen Bildungsangebote wird die Erhaltung und Gewinnung von Fachkräften unterstützt.

Zeus: Wie kam der Wechsel vom Fernsehmoderator zum Geschäftsführer der Südwestfalen Agentur?

Glaser: Nachdem ich 14 Jahre lang die „Lokalzeit" moderiert hatte, reizte mich einfach diese neue Herausforderung. Es ist auf der einen Seite eine verantwortungsvolle und schwere Aufgabe, auf der anderen Seite aber auch eine sehr schöne Aufgabe, weil ich finde, dass die Region es verdient hat, sich dafür zu engagieren. Ich freue mich darauf, später einmal zurückblicken zu können und mir zu sagen: „Guck mal, da hast du mitgeholfen, das hier alles aufzubauen".

Zeus: Was sind die Aufgaben von Ihnen und ihrem Team?

Glaser: Mein Team, das zur Zeit fünf Personen zählt, ist zunächst einmal die „Zentrale" und hat die Aufgabe, den Regionale Prozess zu organisieren und die Öffentlichkeitarbeit zu leisten. Die Mitglieder — meist Politiker — des Regionale-Ausschusses bestimmen dann, welche Projekte 2013 vorgestellt werden sollen. Wir arbeiten z. B. momentan an einer CD für Schüler, die die Schule fast abgeschlossen haben, auf der die verschiedenen Berufe und Ausbildungsmöglichkeiten unserer Region vorgestellt werden. Dadurch können sie sich einen Überblick verschaffen.

Zeus: Können sich auch junge Leute mit Ideen einbringen?

Glaser: Ja, auf jeden Fall! Es ist sogar sehr erwünscht. Wir wollen vor allem mit den Bildungseinrichtungen eng zusammenarbeiten. Dazu gehören beispielsweise die Universität in Siegen sowie die umliegenden Schulen. Gerade im Bezug auf Bürger-, Schüler- oder Bildungsinitiativen könnte ich mir vorstellen, dass wir dann näher zusammenrücken und gemeinsam solche Projekte entwickeln. Das heißt also, die ganze Region soll bei Regionale 2013 mitwirken. Denn immerhin leben in unserer Region 1,5 Millionen Menschen. Außerdem sollen die Regionale Projekte keine kleinen Projekte sein, sondern es sollen große Projekte mit Strahlkraft für die ganze Region werden.

Zeus-Fazit: Wir finden, dass die Regionale ein tolles Projekt ist, denn auch wir Schüler profitieren davon, wie zum Beispiel von der Schüler-CD, aber auch später, wenn wir für Ausbildungs- und Arbeitsplätze nicht umziehen müssen, sondern sie praktisch „direkt vor der Haustür vorfinden".

Lisa Lütticke, Lena Kruse, Isabel Sabisch, Klasse 8c, Städtisches Gymnasium Olpe