Die Müllers siegen im Oldtimer

Duisburg.. Einen schöneren Saisonabschluss hätte es für Lukas und Benedikt Müller vom Ruderverein Dorsten nicht geben können. In ihrem ersten gemeinsamen Rennen siegten die Geschwister bei den A-Junioren im Doppelzweier hauchdünn vor den Booten aus Hamm, Bonn und Düsseldorf. Die Brüder sind damit auf der 1000-Meter-Distanz Landesmeister 2011.

Im Vorlauf noch auf Rang drei für das Finale qualifiziert, hatte die Konkurrenz die Müllers eigentlich nicht mehr auf der Rechnung. Auch im Finale am Nachmittag lagen die beiden Dorstener nach 500 Metern immer noch mit über einer Länge Rückstand auf Platz drei. Dass Lukas Müller den Endspurt liebt, ist in Ruderkreisen inzwischen bekannt. So wurde 250 Meter vor dem Ziel die Schlagzahl noch einmal richtig erhöht, die auch von Bugmann Benedikt Müller mitgegangen wurde. Mit dem letzten Schlag und hauchdünnem Vorsprung kamen die Müllers dann auf der unbeliebten Außenbahn als Sieger ins Ziel und durften auch diesen Titel, der beiden noch in ihrer Sammlung fehlte, am Siegersteg in Empfang nehmen. „Dass dieses Rennen in einem über 30 Jahre alten Boot gewonnen wurde, das die Konkurrenz vor dem Start noch belächelt hatte, zeigt einmal mehr, dass gerade im Juniorenrudern nicht das Bootsmaterial entscheidend ist“, so RVD-Trainer Uli Wyrwoll.

Einen sehr guten dritten Platz sicherte sich Cedric Kulbach im leichten A-Junioren-Einer. Im Vorlauf noch Zweiter, musste er im Finale die beiden amtierenden Deutschen Meister im leichten Doppelvierer von Hansa Dortmund, Jan Knippschild und Patrick Landefeld aus Bochum, an sich vorbeiziehen lassen.

Im Senior-Männer-Einer war Tim Knifka noch mit einem dritten Platz im Vorlauf ins Finale eingezogen, konnte jedoch gegen die starke Konkurrenz aus Nordrhein-Westfalen nichts ausrichten und wurde schließlich Sechster.

Im großen Teilnehmerfeld der B-Junioren im Einer mussten die Starter mindestens Zweiter werden, um ins Finale einzuziehen. Niklas Heier vom RV Dorsten lieferte in seiner ersten B-Junioren-Saison eine gute Leistung ab, verpasste die Finalteilnahme mit Platz vier aber knapp. Etwas mehr versprach sich Wyrwoll am Sonntag vom Junioren-B-Doppelzweier mit Benedikt Müller und Niklas Heier. Die beiden erreichten im Vorlauf einen souveränen zweiten Platz und schafften damit den Sprung ins Finale. Doch dann stoppte ein entzündeter Insektenstich für das Aus im Kampf um den Landesmeistertitel. Benedikt Müller musste von Trainer Uli Wyrwoll in die Notaufnahme der Klinik am Kaiserberg gebracht werden, weil Benedikts Arm bedenklich angeschwollen war.

Beim Herbstcup in 14 Tagen in Essen-Kettwig geht wahrscheinlich nur noch Lukas Müller im Achter an den Start, bevor er zusammen mit Charlotte Reinhardt in den Herbstferien ein zehntägiges Trainingslager im Dortmunder Bundesstützpunkt absolviert.

 
 

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