Die Hochschulen im Netz

Foto: Ruhr Uni Bochum

Angehende Studenten, die das Internet für die Recherche nutzen, wollen Informationen mit wenigen Klicks. Was kann ich studieren? Wie bewerbe ich mich? Wen frage ich? Ein persönlicher Blick auf die Auftritte der Hochschulen im Netz.

Besonders starke Auftritte haben die Ruhr-Universität Bochum, die Universität Duisburg-Essen und die International School of Management (ISM) Dortmund.

Bochum trumpft mit einem Beratungsportal auf, das kaum eine Frage offen lässt. Vollmundig heißt es: „Die Wahl fällt schwer. Hier hilft nur Beratung, und die gibt es reichlich“. Die Seite hält, was sie verspricht. Neben dem üblichen Angebot (Studienfächer, Bewerbungsmodalitäten) versuchen die Bochumer auch, den Bewerbern das studentische Leben schmackhaft zu machen. Es gibt zusätzlich Tipps zum optimalen Lernen und zur persönlichen Organisation des Studiums. Und selbst Alltagsfragen werden geklärt: Wo kann ich an der RUB parken? oder: Wie und wo bekomme ich etwas zu essen?

Die Uni Duisburg-Essen positioniert sich im Wettbewerb um Studenten mit einem kompletten Team, das den Übergang von der Schule zur Hochschule erleichtern soll. Außerdem gibt es einen Download von Neigungs- und Selbsttests sowie ein 21-seitiges PDF-Dokument „Wegweiser für Unentschlossene“.

Auf der Homepage der International School of Management gibt es einen detaillierten Überblick über Ansprechpartner, Messen, Infomaterialien und das ISM-Schnupperstudium. Besonders vorbildlich ist eine umfangreiche Download-Liste. Dort gibt es nicht nur alle Studienordnungen auf einen Blick, sondern auch Übersichten zu Gebühren, zur Finanzierung und zum Auswahlverfahren.

Von der Startseite zur Beratung: Gut zurecht gefunden habe ich mich auf den Internetseiten der Universitäten Dortmund und Düsseldorf sowie auf den Seiten der Fachhochschulen Gelsenkirchen, Dortmund, Niederrhein und Südwestfalen - und der BITS Iserlohn.

Erst mit vielen Klicks bin ich zu den Beratungsseiten auf der Homepage der Uni Siegen vorgedrungen. Und gelacht habe über die Seite der Uni Witten-Herdecke. Bei „Bewerbungsvoraussetzungen“ ist zu lesen: „Wir legen Wert darauf, dass Sie sich umfassend darüber informieren, was Ihnen die Universität bietet, aber auch was das Studium Ihnen abverlangt. Wir empfehlen Ihnen den einmal jährlich stattfindenden Tag der offenen Tür zu besuchen.“ Wenn man dann aber auf den „Tag der offenen Tür“ klickt, erscheinen drei von fünf Studiengängen mit veralteten Daten und zwei mit überhaupt keinem Termin. Bewerber für die Studiengänge Pflegewissenschaft sowie Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde müssen sich eben anders über das informieren, was ihnen abverlangt wird.

 
 

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