Die Gefahr bleibt – von Gudrun Büscher

Gudrun Büscher

Die Festnahme erfolgte kurz vor dem 11. September. Die Polizei geht davon aus, dass die Männer aus Kühlpad-Flüssigkeiten und Säure Bomben bauen wollten.

Es ist ein beruhigendes Gefühl, wenn es gelingt, Verbrechern das Handwerk zu legen, bevor sie zuschlagen können. Erst vor zwei Jahren wurde dazu das Gesetz geändert. Es ist eines dieser Sicherheitsgesetze, die nach dem 11. September 2001 und den missglückten Kofferbomben-Anschlägen geändert wurden. Jetzt steht auch der Aufenthalt in Terrorcamps oder der Kauf größerer Mengen bombentauglichen Materials unter Strafe.

Möglich wurde der Erfolg der Fahnder aber erst durch den Hinweis der Kühlpad-Verkäufer, denen die großen Mengen der Bestellung verdächtig vorkamen. Auch das ist ein Fortschritt. Attentäter setzen auf die Gleichgültigkeit in der Gesellschaft, und es ist gut, wenn sie sich dabei verrechnen. Freie Gesellschaften sind leicht angreifbar. Totale Sicherheit gibt es nicht. Und Einzeltäter sind besonders schwer auszumachen. Wenn sie auf sich aufmerksam machen, ist es meist schon zu spät. Norwegen hat das auf tragische Weise erfahren. Deutschland ist dieser Terror zum Glück bisher erspart geblieben.