Die Alternative zum Konflikt heißt Dialog

Sind zum Dialog bereit: Die Vertreterinnen des Integrationsrates der Stadt Olpe Derya Özdere (l.) und Betul Dutkuner sowie OT-Leiter Matthias Brunert.
Sind zum Dialog bereit: Die Vertreterinnen des Integrationsrates der Stadt Olpe Derya Özdere (l.) und Betul Dutkuner sowie OT-Leiter Matthias Brunert.
Foto: WP

Olpe. (nivo) „Wir wollen als Jugendeinrichtung den interkulturellen Dialog fördern“, erklärt der Leiter der Olper OT, Matthias Brunert, die Absicht die Wanderausstellung „Dialogbereit“ nach Olpe zu holen. Brunert fügt hinzu, dass es wichtig sei, Vorurteile und Unwissenheit abzubauen. „Christen sollten sich mit der Religion der Muslimen beschäftigen und umgekehrt auch“. Die Ausstellung, die am Dienstagabend im Lorenz-Jäger-Haus eröffnet wurde und bis Sonntag, 21. November täglich von 16 bis 21 Uhr angeschaut werden kann, sei ein Mittel zum Zweck. Schulklassen können die Wanderausstellung auf Anfrage auch vormittags anschauen.

Kinderwünsche

Die Ausstellung beinhaltet Plakate, Fotos und einige Bastelarbeiten. Entstanden sind sie überwiegend in Jugendtreffs und ähnlichen Einrichtungen. Auch die OT Olpe leistete ihren Beitrag dazu. Am 2. Oktober beim Kindertag auf dem Marktplatz (wir berichteten) gingen die Organisatoren der Frage nach, was Kinder beschäftigt, was ihnen wichtig ist und was sie sich wünschen.

Viele Antworten zielten darauf ab, dass es Frieden auf der Welt gibt, weniger Kinderarmut und die Angst vor weiterer Umweltverschmutzung. Grundlage des Projektes und der damit verbundenen Ausstellung ist es das friedliche Zusammenleben von Christen und Muslimen zu fördern. Viele Konflikte haben mit Vorurteilen und Unkenntnis zu tun. Es gehe um ein besseres Verstehen kulturell bedingter Lebensweisen und Wertvorstellungen. Die Alternative zum Konflikt heiße Dialog. Aus Sicht des Kinder- und Jugendschutzes geht es vor allem um das Erkennen von Gewalterfahrungen und den Gewaltabbau unter Jugendlichen. Starke Polarisierungen sind durch interkulturelles Lernen aufzufangen. Matthias Brunert geht aber noch weiter und erklärt, dass Schulklassen die Lust haben sich mit dem Thema zu beschäftigten die Ausstellung mit ihren Beiträgen erweitern können. So sei sie auch gewachsen. „Wir sind als außerschulischer Lernort ebenso wichtig soziale Komponenten zu vermitteln“, erklärt Brunert. Die 3. Vorsitzende des Integrationsrates der Stadt Olpe, Derya Özdere sagte: „Ich wünsche mir, dass Christen und Muslime sich näher kommen und Vorurteile abgeschafft werden. Wir leben schließlich alle hier. Ich bin hier geboren und mit zwei Kulturen, der deutschen und der türkischen, aufgewachsen, so muss das sein.“ Die Ausstellung wird präsentiert von der Katholischen Arbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendschutz NRW, der Landesarbeitsgemeinschaft Katholische Offenen Kinder- und Jugendarbeit NRW, sowie der Muslimischen Jugend in Deutschland.

In Bezug auf das Programm der OT stellte Brunert den wöchentlich mittwochs von 16 bis 18 Uhr stattfindenden Kindertag mit wechselnden Angeboten, sowie die Hausaufgabenbetreuung montags bis freitags von 14 bis 15 Uhr heraus.

 
 

EURE FAVORITEN