DIA-Händler: Örtchen bleibt

Dorsten.. Befürchtungen, Besuchern der Altstadt werde ab Ende Mai keine Toilette mehr zur Verfügung stehen, tritt Stephan Reken energisch entgegen. „Das ist Blödsinn. Niemand wird seine Toilette dichtmachen“, betont der Mensing-Geschäftsführer und stellv. Vorsitzende der DIA-Händler.

Hintergrund: Den 3%-Kürzungen über alle Verwaltungsressorts, vollzogen im Vorgriff auf das kommendende 25-Mio€-Sparpaket für den Stärkungspakt Stadtfinanzen, war auch der Vertrag über die „Nette Toilette“ zum Opfer gefallen. 3600 Euro zahlte die Stadt bislang dem Franchise-Geber und vier Gastronomen in der Altstadt dafür, dass auch Nicht-Gästen die Toilette offenstehen. So sollte eine Alternative geschaffen werden zum einzigen öffentlichen, aber unbeliebten Örtchen am Westwall.

„Dass einfach zu Ende Mai gekündigt wurde, ohne uns vorher zu informieren, finden wir nicht nett“, sagt Reken. Gleichwohl werde die Notwendigkeit der Kürzung in der DIA nicht diskutiert: „Es würde den falschen Eindruck von Dorsten vermitteln, wenn wir uns bei diesem Thema auf die öffentliche Hand verlassen würden.“ Statt dessen gebe es die Verständigung, „dass wir auch weiterhin freundliche Toiletten haben“. Auch einen „Pinkelgroschen“ werden die Händler den Nutzern nicht abverlangen, betont Reken: „Das brauchen wird nicht. Dieser Aufwand lohnt sich nicht.“

 

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