Demonstration mit Traktoren gegen Stuttgart 21

Stuttgart. Am Stuttgarter Hauptbahnhof blockieren Gegner von „Stuttgart 21“ den Zugang zur Abriss-Stelle am Nordflügel mit Traktoren. Für Freitag, 10. September, sind Gespräche zwischen Befürwortern und Kritikern des Bahnprojekts geplant.

Gegner des Bahnprojekts „Stuttgart 21“ haben den Zugang zur Abriss-Stelle am Nordflügel des Stuttgarter Hauptbahnhofs mit Traktoren blockiert. Mit einer Sitzblockade soll zudem ein Abtransport der Traktoren durch Einsatzkräfte verhindert werden. Mit der Aktion wollen die Demonstranten den Baustopp durchsetzen, sagte der Sprecher der Parkschützer, Matthias von Herrmann. Dass sich auch Landwirte an dem Protest beteiligen, zeige, dass sich unter den Gegnern des Bahnhofsumbaus auch Stammwähler von Ministerpräsident Stefan Mappus (CDU) befänden.

Bauarbeiten sollen vorübergehend ruhen

Mappus und Bahnchef Rüdiger Grube hatten sich am Sonntag darauf verständigt, dass während des geplanten Treffens von Befürwortern und Kritikern des unterirdischen Durchgangsbahnhofs am Freitag, 10. September, die Bauarbeiten vorübergehend ruhen sollen. Dies sei als „einmalige Aktion“ und „Geste“ zu verstehen. Schließlich habe sich Mappus mit Grünen-Fraktionschef Winfried Kretschmann und dem Aktionsbündnis gegen „Stuttgart 21“ darauf geeinigt, für das geplante Treffen auf jegliche Vorbedingungen zu verzichten, hieß es. Die Parkschützer lehnten Gespräche unter diesen Bedingungen entschieden ab und nannten das Angebot „reine Augenwischerei“. Die Gruppe will insbesondere den Stuttgarter Schlossgarten vor dem Bahnprojekt schützen.

Zehntausende demonstrierten gegen „Stuttgart 21“

Der Stuttgarter Hauptbahnhof soll vom oberirdischen Kopfbahnhof zu einem unterirdischen Durchgangsbahnhof umgebaut werden. Erst am Freitag demonstrierten in der baden-württembergischen Landeshauptstadt erneut Zehntausende Menschen gegen „Stuttgart 21“. (dapd)

 
 

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