Daten flitzen zwischen Kliniken

Foto: WR

Brambauer..  Ein weiterer großer Schritt bei der Zusammenführung der früheren Klinik am Park in Brambauer und des Knappschaftskrankenhauses Dortmund zum Klinikum Westfalen ist vollzogen: Die elektronische Datenverarbeitung beider Krankenhäuser ist vereinheitlicht und verbunden worden. Und das nicht über Kabel, sondern mit einer Richtfunkstrecke.

Die Investition von rund einer Million Euro mache sich bald bezahlt, weil die Kosten für ein doppeltes System und damit die doppelte Wartung nun Geschichte seien, sagte Klinikum-Prokurist Michael Koke gestern. „In Dortmund laufen jetzt auf einem erweiterten Großrechner alle Daten zusammen, gleich ob es digitale Röntgenbilder, Laborwerte oder Krankenhausrechnungen sind“, erläuterte Koke.

Seit Jahresbeginn würden täglich Datenmengen zwischen beiden Häusern verschickt, die dem Inhalt von etwa 180 dicken Lexikonbänden entsprächen. Demnächst könnten auch Videokonferenzen geschaltet werden, wie sie zum Beispiel bei Tumorpatienten üblich seien, wenn Fachleute sich gemeinsamen über Krankheitsverlauf und Therapie verständigen, ergänzte der Ärztliche Direktor, Dr. Rainer Walkenhorst.

Die Vereinheitlichung der der Software stelle jetzt an beiden Standorten einen gleich guten Anwenderservice sicher. Das sei ein Nutzungsverbesserung für Pflege- und Funktionspersonal.

Dass für die Verbindung zwischen den beiden Kliniken eine Richtfunkstrecke eingerichtet wurde, hat vor allem etwas mit den Kosten zu tun. EDV-Leiter Karl-Georg Schmidt erklärte, dass sie deutlich niedriger lägen als beim Kabel. Das habe vor allem mit der teuren Datensicherung bei der Übertragung per Kabel zu tun.

Weil der Richtfunk nur ohne Hindernisse wie Häuser oder Bäume funktioniert und eine alte Achenbach-Halde dazwischen liegt, wurde eine Datenumlenkung über das Lüner Rathaus eingerichtet. „Die Daten werden in Bruchteilen von Sekunden gesendet, so dass Ärzte und Schwestern kaum wahrnehmen, dass ihre Daten von Brambauer nach Dortmund und zurück eine Luftlinie von 16,3 Kilometern zurückgelegt haben, sagt Schmidt.

Bei der Zusammenlegung der EDV sind auch die Computerarbeitsplätze in beiden Krankenhäusern angepasst und erweitert worden. 15 Trainer haben das gesamte Personal vom Arzt bis zum Archivar geschult, etliche Experten sind noch immer in der Klinik.

 
 

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