CDU trägt Kürzungen mit

Bönen. Man habe die Wunden geleckt, beschreibt Vorsitzender Manfred Hübner die Klausur der CDU-Ratsfraktion zum Haushalt. Angesichts finanzieller Zwänge will die CDU weitere Sparbemühungen auch beim Personal mittragen. Kaputtsparen aber dürfe man Bönen nicht.

Mit Spannung sieht die CDU Vorschlägen der Sparexperten der Bezirksregierung entgegen. Man erwarte „einen zielgerichteten Weg der Konsolidierung“.

„Gewisse Serviceeinschränkungen würde die CDU mittragen, kündigt Hübner an. Man habe die Ankündigung von Umstrukturierungen im Büro des Bürgermeisters zur Kenntnis genommen. Für eine abschließende Positionierung zur Stelle des Büchereileiters fehlen der CDU noch Informationen. Man könne sich fragen, ob Bönen einen Diplom-Bibliothekar brauche, müsse aber vor einer Antwort wissen, welche Konsequenzen das hätte. Den Vorwurf, die Förderung von Bildung aufzugeben, weist die CDU zurück, so Detlef Pilz. Das Gegenteil habe man längst und wiederholt bewiesen.

Die CDU unterbreitet eigene zusätzliche Sparvorschläge, greift dabei auch bereits bekannte Positionen auf.

Die Taxibus-Kosten will die CDU senken, ohne die Anbindung der Stadtteile aufzugeben. Optimierungen und eine Zusammenlegung mit dem Linienverkehr will die Fraktion prüfen lassen.

Beim städtischen Service müssten Angebote auf den Prüfstand und Gebühren angehoben werden.

Die Verwaltung soll eine papierlose Ratsarbeit prüfen. Informationen könnten über neue Medien fließen.

Notunterkünfte sollen besser ausgelastet werden.

Grundstücksveräußerungen sollen voran getrieben werden.

Die CDU hält fest am Vorschlag, Schritte zur Privatisierung von Trauerhallen vorzunehmen.

Unbefriedigend sei angesichts der Finanzlage die Ablehnung von CDU-Anträgen zur Bürgerbeteiligung zum Beispiel bei der Grünpflege. Doris Cyplik ist überzeugt, dass man hier Effekte erzielen könne.

Die Bauhofoptimierung müsse endlich umgesetzt werden.

Sorgen macht der CDU die Planung für eine neue Kindertagesstätte. Noch sei über die Trägerschaft nicht entschieden. Eine gemeindliche Investition müsse in jedem Fall vermieden werden. Ohnehin bleibe weiter zu prüfen, so Hübner, ob die Übernahme von Jugendamtsaufgaben durch den Kreis eine gute Lösung sei. Der erneute Anstieg der dafür zu zahlenden differenzierten Kreisumlage koste Bönen fast eine halbe Million Euro mehr als geplant. Die CDU regt an, andere Kooperationen zum Beispiel mit Kommunen im Kreis ins Auge zu fassen.

 
 

EURE FAVORITEN