C-Jugend das nächste große Ziel

Sichtung der D-Jugend im Wilhelm-Mestekämper-Stadion in Nachrodt. Foto: Guido Raith
Sichtung der D-Jugend im Wilhelm-Mestekämper-Stadion in Nachrodt. Foto: Guido Raith
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Nachrodt.. „Der Mädchenfußball ist wieder ein fester Bestandteil in unserer Jugendabteilung“, freut sich Arthur Klick. Der Jugendleiter der Sportvereinigung (SpVgg) Nachrodt konnte sich auch beim Sichtungslehrgang für die D-Jugend auf die sportbegeisterten Mädchen verlassen. Während die Zahl der teilnehmenden Jungen hinter den Erwartungen zurückblieb, waren die Mädchen in großer Zahl begeistert bei der Sache.

Arthur Klick kümmert sich zusammen mit den Trainern und Betreuern des Fußballvereins seit einiger Zeit um den Wiederaufbau der Jugendabteilung. Über 100 Jungen und Mädchen sind dort mittlerweile wieder aktiv. Sie sollen zum spielstarken Unterbau für die Seniorenteams werden. Größtes Manko: Mit der C-, B- und A-Jugend fehlen noch ganz entscheidende Jahrgänge. Nachdem sich die Situation bei den Jüngeren gefestigt hat, will Arthur Klick jetzt den nächsten Schritt tun und möglichst schon zur neuen Saison mit einer C-Jugend an den Start gehen. Dafür fehlt es aber noch an Spielern der Jahrgänge 1998/99. Die Zahl der Jungen, die der eigenen D-Jugend entwachsen, reicht nicht.

„Bei den Jüngeren treten nur bis zu neun Aktive an“, erklärt Artur Klick. Ab der C-Jugend müssen elf Spieler aufs Feld. „Um dass über die ganze Saison sicher zu stellen, muss ein Kader von mindestens 16 Spielern her“, gibt der Jugendleiter die Richtung vor. Ein Auftakt mit weniger Aktiven mache keinen Sinn. „Mangels Masse droht dann die Gefahr, dass wir die Mannschaft nach wenigen Spielen schon wieder abmelden müssen“, so Klick. Das werfe kein gutes Licht auf den Verein.

Bei der Spielersuche sieht sich der kleine Verein einer sehr starken Konkurrenz gegenüber. Von Werdohl über Altena und Oestrich bis Iserlohn gibt es hochklassige Clubs, die immer auf Talentsuche sind. „Mittlerweile werden Kinder schon über Facebook angesprochen“, ärgert sich Arthur Klick über Talentscouts, die auf jede nur erdenkliche Art und Weise Kontakt zu jungen Kickern suchen.

Ein zweites Problem für die Sportvereinigung sind die vielen Jugendlichen, die weiterführende Schulen in den Nachbarstädten besuchen. Das Interesse, nach der Schule in Nachrodt noch Fußball zu spielen, ist dann erfahrungsgemäß gering.

Dabei tut der Verein viel für den Nachwuchs: Die Trainingsbedingungen auf dem Kunstrasenplatz und in den Hallen am Holensiepen sind ideal. Ein neues Vereinsheim soll nach Fertigstellung zentraler Treffpunkt für Eltern und Kinder werden. Es gibt eine Reihe engagierter und gut ausgebildeter Trainer und Betreuer. Auch bei der Ausstattung kann der Verein dank der Sponsoren oftmals helfen.

 

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