BVB-Erinnerungen an Mai 2009

Vor zwei Jahren verspielte Borussia Dortmund in Gladbach die Qualifikation für die Europa League. Verteidiger Neven Subotic übte nach der 0:1-Niederlage im Borussia-Park Selbstkritik.

Mönchengladbach.. Es war derselbe Kabinengang, er ist nur zwei Jahre älter. Im Mai 2009 hatte Mohamed Zidan gegen den Türrahmen geschlagen, hatte die Decke angeschrien. Tief enttäuscht ob der verpassten Chance. Der BVB hatte damals durch ein 1:1 im letzten Saisonspiel in Mönchengladbach die Qualifikation für die Europa League doch noch verspielt. Verspielt ist im April 2011 zwar überhaupt nichts, am wenigsten der Meistertitel, bedient aber waren die Dortmunder Borussen auch nach dieser Reise an den Niederrhein. 0:1 in Mönchengladbach.

Diesmal hat zwar niemand geschrien, lange sprach noch nicht mal jemand. Doch als Nuri Sahin in jenem Kabinengang vorbei humpelte, hatte dieses Spiel sein Sinnbild. Bunt kariertes Karo-Hemd, ausgewaschene Jeans, vor allem aber tief gesenkter Kopf und das verletzte Knie geschient: Borussia Mönchengladbach, erstmals seit Urzeiten nicht mehr Tabellenletzter, hatte den BVB niedergekämpft.

Grübelnder Innenverteidiger

Schließlich aber sprach Neven Subotic: „Das ist sehr bitter. Vor allem wie wir in der ersten Hälfte aufgetreten sind. Wir hatten zwar ein paar Torchancen, aber im Großen und Ganzen war das einfach unkonzentriert.“ Das Grundübel lieferte der Innenverteidiger gleich nach: „Wir haben uns in den Fuß gespielt, und nicht in den Lauf.“ Dadurch sei es für die Gladbacher einfach gewesen, zu verteidigen. Die Statistik gibt dieser Theorie Recht. 55 Prozent aller Zweikämpfe gingen an die Gastgeber.

Auch der eine entscheidende, der vor dem Tor des Tages. Beteiligt: Mohammad Idrissou – und Neven Subotic. Immerhin, die Selbstkritik hat auch in der Stunde der Enttäuschung nicht gelitten. „Das war ein Stürmertrick – und ich bin drauf reingefallen“, räumte Subotic ein, und erklärte: „Er hat einmal gezuckt, so dass ich dachte, er kommt links an mir vorbei, ich will ihn wegdrücken und genau in dem Moment geht er rechts vorbei. Das ist absolut mein Fehler.“ Aber, und auch das sagte Neven Subotic richtig, Fehler seien auch menschlich.

 
 

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