Bulldogge „Paul“ als TV-Star bei „Danni Lowinski“

Foto: WR

Lünen. Er sabbert. Er atmet laut und röchelnd. Er hat tiefe Falten auf der Stirn und Haare in den Ohren. Für die meisten Fernsehstars würde jedes dieser Merkmale vermutlich das Ende im Showgeschäft bedeuten. Nicht so für Bulldogge Paul aus Lünen.

Paul steht gerade am Anfang seiner TV-Karriere, hat die ersten Schritte mit Bravour gemeistert – und zwar auf vier Pfoten. Seit einigen Wochen ist die Französische Bulldogge aus Alstedde bei Dreharbeiten in Köln dabei: als Familienhund in der Sat1-Serie „Danni Lowinski“.

Zu Kopf gestiegen ist dem 18 Monate alten Rüden sein neuer Job an der Seite von Schauspielerin Annette Frier nicht. Allüren sind ihm fremd. Neugierig steckt er seine platte Nase überall herein, wuselt auf seinen kurzen Beinen von einem zum anderen, will andauernd ausdauernde Streicheleineinheiten, am Liebsten hinter den spitzen Ohren. „Paul ist sehr freundlich“, sagt Besitzerin Birgit Otte-Kafka. Seine gelassene Art war eine der Voraussetzungen für seinen Erfolg beim Casting im November.

„Er sieht einfach
schick aus!“

Im Rahmen einer Hundemesse wurde von der Filmtieragentur „Ingeborgs Animals“ nach geeigneten Kandidaten für die tierische Rolle in der Anwaltsserie gesucht. „Wir haben ganz spontan mitgemacht – und sind gleich in die zweite Runde gekommen“, erinnert sich Otte-Kafka. Auch dort konnte Paul die Experten-Jury schnell von seinen Qualitäten überzeugen. Eine Woche später hatte er die Rolle als Familienhund „Checker“.

„Er sieht einfach schick aus“, sagt Tiertrainerin Iris Franken, die Paul nun regelmäßig auf seine Einsätze vor der Kamera vorbereitet. Bullig gebaut, kein Überbiss, gepflegtes Fell, dazu die kugelrunden braunen Augen. Unter Französischen Bulldoggen gilt er als gut aussehender Typ. Aber das Äußere ist längst nicht alles. „Für die Arbeit am Filmset muss ein Hund verträglich, gehorsam und wesensfest sein; er darf keine Angst vor Menschen haben“, sagt Iris Franken. „Und ein gewisses Potenzial muss er auch mitbringen.“

13 Drehtage hat Paul für „Danni Lowinski“ mittlerweile absolviert, noch mal so viele werden folgen, bis die zweite Staffel der Serie im Kasten ist. Ab April sollen die neuen Folgen dann ausgestrahlt werden.

Die Entscheidung für den Alstedder Vierbeiner haben weder Tiertrainerin noch die Schauspielkollegen bereut. „Er passt super in dieses Team und gibt sich dort wie ein Profi. Paul weiß ganz genau, wann er irgendwo sitzen bleiben soll und was er zu tun hat“, sagt Iris Franken. „Es ist, als ob er sich in seine Rolle hineindenkt.“

In ihm steckt ein
Profi und ein Clown

Dass in ihm gleichzeitig ein kleiner Clown steckt und er seine zweibeinigen Kollegen in Drehpausen immer wieder durch einen schiefen Blick oder eine unerwartete Aktion zum Lachen bringt, macht Paul umso beliebter. „Inzwischen sind alle dicke Freunde!“

Allein mit Talent ist es aber nicht getan – etwas Vorbereitung ist auch nötig. Dafür beschäftigt sich Franken, die eine Hundeschule in Waltrop betreibt, mehrmals in der Woche mit Paul. Für jedes neue Kommando, das er lernt, gibt’s ganz viel Lob. Und frische Putenwurst. „Darauf fährt er ab!“ sagt Birgit Otte-Kafka. Fast so sehr wie auf Kälberhufe. Kuscheltiere aller Art. Oder Frisbee spielen. Für all diese Hobbys hat Paul trotz seines „Jobs“ noch jede Menge Zeit. „Das Wichtigste ist schließlich, dass er bei allem, was er macht, mit Spaß bei der Sache ist“, sagt Otte-Kafka. Deshalb werde auch nicht verbissen an den nächsten Fernsehrollen gefeilt. „Das lassen wir alles auf uns zukommen.“

 
 

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