Büchertausch statt Ferngespräch

Lünen.. Die Zwoller Telefonzelle vor dem Hansesaal könnte möglicherweise bald zu neuen Ehren kommen – zu recht ungewöhnlichen noch dazu: Derzeit wird geprüft, ob sie im Rathaus-Foyer als „öffentlicher Bücherschrank“ dienen kann.

Ziel ist es, dort eine Art private Tauschbörse einzurichten. Bürger können sich dort einfach Bücher herausnehmen und dafür eigene dort hineinstellen. Eine Erstausstattung würde die Stadtbücherei zur Verfügung stellen.

Die Idee für einen solchen „Bücherpoint“ ist nicht ganz neu. Seit 2003 gibt es so ein Angebot in Buxtehude, seit 2009 in Ingolstadt.

Vorbild unter anderem in Bonn zu finden

In Bonn war im vergangenen Jahr eine solche „Bücherzelle“ eingeweiht worden – dort handelt es sich um ein klassisches, britisches Telefonhäuschen in dem berühmten Rot, das die Stadt von ihrer Partnerstadt Oxford als Geschenk erhalten hatte.

Recht ähnlich ist die Situation in Lünen: Eine giftgrüne, inzwischen etwas verwitterte Zelle aus den Niederlanden steht seit vielen Jahren vor dem Hansesaal. Die Partnerstadt Zwolle hatte sie der Lippestadt überlassen. Die Idee , in ihr einen „Bücher-Point“ einzurichten, kam erstmals im vergangenen Jahr auf.

Relativ neu ist die Idee, sie – nach einer angemessenen Instandsetzung – für diesen Zweck ins Rathaus-Foyer zu verlagern.

Kosten müssen noch ermittelt werden

„Wir wollen keinen Standort irgendwo in Lünen“, so Kulturdezernent Horst Müller-Baß im Rahmen der Sitzung des Ausschusses für Kultur und Freizeit am Mittwoch – dies würde vielleicht Probleme mit Klimaeinflüssen auf die Bücher einerseits und Vandalismus andererseits bedeuten. Im Rathaus würde es eine gewisse soziale Kontrolle geben.

Ein möglicher Standort im Rathaus-Foyer wäre rechts neben dem Ausgang in Richtung Graf-Adolf-Straße. Platz wäre ausreichend vorhanden – allerdings müssten einige Vorschriften eingehalten werden, so Dezernent Horst Müller-Baß. Derzeit werde unter anderem geprüft, ob etwas in Sachen Brandschutz unternommen werden müsste, wenn die Telefonzelle dort aufgestellt würde. Dann müssten Kosten ermittelt und dann überlegt werden, ob sich das umsetzen lässt.

 
 

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