Borussia Dortmund ist deutscher Meister

Der BVB ist Meister!
Der BVB ist Meister!
Borussia Dortmund hat’s geschafft! Der BVB ist zum siebten Mal deutscher Fußballmeister. Die Dortmunder besiegten den 1. FC Nürnberg mit 2:0, während Konkurrent Bayer Leverkusen beim 1. FC Köln mit 0:2 verlor.

Dortmund.. Borussia Dortmund ist deutscher Meister 2011. Das Warten, aus dem zwischenzeitlich für einige BVB-Fans ein leichtes Bangen wurde, hat ein Ende. Der BVB besiegte Nürnberg mit 2:0, während der 1.FC Köln die Borussia um 17.07 Uhr mit dem 2:0 gegen Bayer Leverkusen zum Meister kürte.

Am Ende war nur Jubel. Schöner, lauter und entspannter Jubel. Milivoje Novakovic wird wohl in der kommenden Saison Standing Ovations in Dortmund bekommen. Der Kölner Stürmer sorgte mit einem Doppelpack für den FC-Sieg gegen Dortmunds Verfolger Leverkusen und der BVB zeigte gegen den Club aus Nürnberg, das er absolut verdient die Schale am 14. Mai 2011 in den westfälischen Himmel recken wird.

Aber zum Spiel: Es war angerichtet. Wieder. Die Stimmung im Stadion war meisterlich und Borussia Dortmund bis in die Zehenspitzen motiviert. Die verletzten Sebastian Kehl, Nuri Sahin und Florian Kringe statteten der Mannschaft vor der Partie einen Besuch in der Kabine ab.

Alle Spieler vom BVB trugen zum Aufwärmen T-Shirts mit der Rückennummer von Dede - auch Lucas Barrios und Kevin Großkreutz. Beide standen in der Anfangself, obwohl sie unter der Woche nur eingeschränkt bis gar nicht trainieren konnten.

Wie wichtig diese beiden Offensivspieler für den BVB sind, zeigte die erste Halbzeit. Zwar wurde der Spielfluss in den ersten 20 Minuten durch viele kleine Fouls im Mittelfeld und die dadurch resultierenden Standards etwas gestört, und die Elf von Franken-Trainer Dieter Hecking spielte sehr engagiert und clever mit, die wirklich erwähnenswerten Szenen gehörten allerdings den Gastgebern - in Person von Großkreutz und Barrios.

Zwölf Minuten dauerte es, bis die Dortmund-Fans den ersten Torjubel auf den Lippen hatte, als Großkreutz aus 17 Metern abzog und Club-Torwart Raphael Schäfer den Ball noch um den Pfosten lenken konnte. Barrios, der für viel Wirbel um den Strafraum der Gäste sorgte, trat in der 26. Minute in den Blickpunkt des Spiels. Nach einem langen Pass versuchte der Stürmer, den Ball an Schäfer vorbeizuspitzeln, traf aber dabei den Schlussmann mit seinem linken Fuß am Hinterkopf - so unglücklich wie unnötig.

Nur fünf Minuten später waren die beiden wieder die Protagonisten in Stadion: Mario Götze versuchte sich mit einem Distanzschuss aus 18 Metern, Schäfer konnte den Ball nur abklatschen und legte ihn direkt Barrios vor die Füße. 1:0 für die Borussia, die zu diesem Zeitpunkt Meister war - in Köln stand es zwischen dem FC und Leverkusen noch 0:0.

Die Dortmunder, zunächst noch etwas gehemmt, nahmen nun die Partie in ihre Hand, zeigten ihr gewohnte Offensivpressing und behielten in den Zweikämpfen die Oberhand. Barrios hätte sechs Minuten nach seinem Führungstreffer das 2:0 köpfen können, als er nach eine Piszczek-Flanke ganz frei vorm Nürnberger Tor stand. Was Barrios vergönnt blieb, erledigte Robert Lewandowski mit Bravour. Nach einem Freistoß von Mats Hummels ließ der Pole Javier Pinola sehr alt aussehen. Technisch brillant drehte sich Lewandowski um den Argentienier und lupfte den Ball über den chancenlosen Schäfer. Der BVB machte seine Hausaufgaben, während es in Köln immer noch 0:0 stand.

Erst in der zweiten Hälfte kam der vom BVB umworbene Ilkay Gündogan, der sich direkt mit einem Foul gegen Marcel Schmelzer einführte. 80.720 Fans im Dortmunder Stadion sahen in den zweiten 45 Minuten eine souveräne Elf von Trainer Klopp. Die Gastgeber spielten auf das 3:0, der Club hatte dem nichts entgegenzusetzen. Im weiten Runde interessierte eigentlich eh nur noch ein Ergebnis: Wann geht der FC Köln in Führung?

In der 67. Minute brach dann der Jubel aus. Milivoje Novakovic brachte die Domstädter in Front - und den BVB somit definitiv zum Meister. Auf der Südtribüne brannte Bengalos, die Fans besetzen die Zäune und „Deutscher Meister wird nun der BVB“-Gesänge hallten durch das Stadion. Wohl eine kuriose, wenn nicht sogar schwierige Situation für beide Mannschaften auf dem Feld. Dann wieder Jubel! Wieder Novakovic in Köln.

Das Spiel - und die Meisterschaft - war entschieden, der Club wehrte sich nicht mehr und die Spieler konnten es sicher kaum erwarten, mit den Fans zu feiern. „Das wird ein Riesentag für uns heute“, sagte Stadionsprecher Norbert Dickel durch das Stadionmikro. Gänsehaut eine Minute vor dem Ende der Partie, also Jürgen Klopp Borussias Publikumsliebling Dede ins Spiel brachte.

Der Brasilianer war beim Feiern auf dem Rasen mit an vorderster Front: „Deutscher Meister wird nur der BVB“ - das wird nicht nur an diesem Wochenende durch Dortmunds Innenstadt hallen.

 
 

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