„Binki“ startet bei „X Factor“ durch

Kamen.  Hell erleuchten Scheinwerfer die große Bühne im Coloneum. Kameras surren und halten minutiös jede Bewegung der vier jungen Kamener Musiker fest, die heute ihren ganz großen Auftritt haben. Noch einmal tief durchatmen, dann spielt die Band vor 800 Menschen. Und natürlich vor Sarah Connor, H.P. Baxxter (Scooter), Sandra Nasic (Guano Apes) und Moses Pelham.

Denn die vier Jugendlichen, die sich „Binki sagt Buh“ nennen, haben es bei der Casting-Show „X- Factor“ bereits bis zur ersten Fernsehaufzeichnung geschafft. Das Pre-Casting, bei dem die Teilnehmer das erste Mal begutachtet werden, überstanden sie mit links. Jetzt hoffen Simon Schaffhöfer, Stefan Titze, Lukas Kesper, und Daniel Piotrowski auf den Einzug ins Bootcamp.

Der Auftritt im Kölner Coloneum hat bei den Newcomern jedenfalls schon mal mächtig Eindruck hinterlassen.

Band will sich selbst treu bleiben

„Die ganze Zeit rennen Leute mit Klemmbrett und Headset um dich rum“ , erzählt Stefan Titze, „und dann spielst du vor 800 Leuten im Studio und vor vier Prominenten, die du nur aus dem Fernsehen kennst. Das ist echt ein cooles Erlebnis“.

Unterstützung hatte die Kamener Schulband, die es beim letzten SchoolJam unter die 30 besten Schülerbands deutschlandweit schaffte, jedenfalls genug. Als klar war, dass sie bei der TV-Aufzeichnung dabei sind, mieteten die vier Jungmusiker kurzerhand einen Bus, der rund 40 Fans nach Köln brachte. Ausgestattet mit „Binki sagt Buh“- Shirts und einer bedruckten Lkw-Plane wurde die Band dann ordentlich angefeuert. Ob die Fan-Euphorie geholfen hat, den Sprung in die nächste Runde zu schaffen, wird sich am 25. August zeigen, wenn die erste Folge der diesjährigen Staffel ausgestrahlt wird.

Doch auch wenn die Jungs von „Binki sagt Buh“ jetzt bei „X-Factor“ durchstarten wollen, verbiegen lassen wollen sie sich nicht. „Wir wollen unser eigenes Ding machen“, betont Daniel Piotrowski. Die Jugendlichen wollen sich nicht an Knebel-Verträge und Image-Vorschriften binden lassen, wie es in anderen Casting-Shows oft abseits der schillernden Bühnenwelt passiert. „Wir sind lustige, junge, sich nicht so ernst nehmende Rocker von nebenan“, beschreibt Stefan Titze den Stil der Band.

Und das solle auch so bleiben, betont er. „Deshalb haben wir uns auch bei X-Factor beworben, weil im Vorhinein gesagt wurde, dass sie die Künstler so fördern wollen, wie sie sind“, erklärt der Nachwuchsmuiker. Natürlich hoffen Simon Schaffhöfer, Lukas Kesper, Stefan Titze und Daniel Piotrowski auf den Sieg bei der Casting-Show.

Den Gewinnern winkt unter anderem ein Plattenvertrag. „Aber die Welt geht auch nicht unter, wenn wir es nicht schaffen“, betont Lukas Kesper. „Wir nehmen X Factor natürlich ernst. Uns geht es aber vor allem um die Erfahrung, die wir hier mitnehmen und die Kontakte, die wir knüpfen“.

 
 

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