Berlin – arm und peinlich

Die Planungs- und Baufehler am neuen Hauptstadt-Airport sind haarsträubend. Bis der erste Jet wirklich abhebt, werden weitere zig Millionen Euros aus Steuergeldern fließen müssen. Es ist höchste Zeit für die Frage nach Konsequenzen. - Ein Kommentar.

Die Hauptstadtwerbung behauptet: Berlin ist arm, aber sexy. Die Realität sagt: Berlin ist arm – und peinlich dazu.

Wenn nicht alle Anzeichen täuschen, dann muss die Eröffnung des Hauptstadt-Flughafens ein weiteres Mal verschoben werden, auf den Oktober kommenden Jahres. Das wären zwei Jahre später als ursprünglich vorgesehen.

Die Planungs- und Baufehler an dem Airport sind haarsträubend. Schon jetzt sprengen die Kosten für das milliardenschwere Prestige-Projekt jeden Planungsrahmen. Und bis der erste Jet wirklich abhebt, werden weitere zig Millionen Euros aus Steuergeldern fließen müssen.

Die Causa hat sich längst zum handfesten Skandal ausgewachsen und es ist höchste Zeit für die Frage nach Konsequenzen. Berlins Bürgermeister Wowereit, Chef des Flughafen-Aufsichtsrats, und sein Vize, Brandenburgs Ministerpräsident Platzeck, müssen sich der politischen Verantwortung stellen. Die Zeit der Ausreden und Beschwichtigungen ist vorbei. Es sind schon Politiker wegen weit kleinerer Verfehlungen zurückgetreten.

 
 

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