Bergung auf höchstem Niveau

Auch in diesem Jahr schicht die Freiwillige Feuerwehr wieder ein Team zur Rescue Challenge, der Deutschen Meisterschaft in der Verkehrsunfallrettung.
Auch in diesem Jahr schicht die Freiwillige Feuerwehr wieder ein Team zur Rescue Challenge, der Deutschen Meisterschaft in der Verkehrsunfallrettung.
Foto: Marcel Dörder

Halver. Bevor es für fünf Feuerwehrmänner und eine Feuerwehrfrau am Wochenende ernst wird, stand am Donnerstagabend die letzte Probe auf dem Programm. Auch in diesem Jahr nimmt das Team Verkehrsunfallrettung (Team-VU) der Freiwilligen Feuerwehr Halver an der Rescue Challenge teil, der Deutschen Meisterschaft in der Unfallrettung. Sie findet heute und morgen zum sechsten Mal statt.

Es kommt nicht
auf das Tempo an

Das Team besteht aus Captain Stefan Czarkowski, „Medic“ Jutta Herberg, den beiden „Safetys“ Thorsten Wingenbach und Christian Starke und den „Tools“ Stefan Egen und Michael Kind. Jeder hat spezielle Aufgaben im Team. Der Captain übernimmt die Gesamtleitung, der Medic ist für die medizinische Versorgung des Unfallopfers zuständig, die Safetys und Tools für Sicherung und Öffnung des Fahrzeuges. Für den Fall der Fälle, dass sich eine der Einsatzkräfte verletzt, fahren selbstverständlich auch Ersatzleute mit.

Dieses Jahr geht es nach Sinntal südlich von Fulda, wo jedes Team zwei Aufgaben lösen muss. Zuerst gibt es eine Zehn-Minuten-Übung mit verunglückten Fahrzeugen, aus denen eine Person geborgen werden muss. Danach folgt ein komplexerer und schwierigerer Unfall. Auch hier muss eine Person aus einem Auto geborgen werden, aber neben den verunglückten Fahrzeugen können nun auch Bäume oder ähnliches ins Spiel kommen.

Für jede Übung gibt es drei Schiedsrichter, die die Leistung der einzelnen Team-Teile bewerten: einer den Captain, einer den Medic und einer die Safetys und Tools. Bewertet wird alles, was die Wehrleute tun, das Hauptaugenmerk aber liegt darauf, wie sicher und fachgerecht die Person geborgen wird. Das heißt, wie schnell ist der „Verletzte“ im Auto gesichert, welche Verletzungen werden diagnostiziert, wie wird der Verletzte versorgt und nicht zuletzt wie wird er geborgen? Die Zeit spielt dabei keine entscheidende Rolle; wichtig ist, dass die Person sicher gerettet wird.

Wehrleiter Stefan Czarkowski betonte im WR-Gespräch, dass nicht der Wettkampf im Vordergrund dieser Veranstaltung steht sondern dass bei der Rescue Challenge gezeigt wird, wie man auf höchstem Niveau Personen aus verunfallten Wagen birgt. Selbstverständlich würden die Beteiligten bei solchen Meisterschaften viele neue und sehr nützliche Herangehensweisen bei einem Verkehrsunfall kennenlernen. Und all diese Informationen werden natürlich daheim an alle anderen Feuerwehrkameraden weitergegeben. So soll kein Spezial-Team innerhalb der Halveraner Wehr entstehen, sondern jeder soll wissen, was die effektivste und sicherste Art und Weise ist, jemanden aus einem Auto zu bergen.

Natürlich freuen sich die sechs Schlümpfe, wie sie auf Grund ihrer hellblauen leichteren technischen Schutzkleidung liebevoll von den andern genannt werden, auch darauf, viele alte Bekannt wiederzutreffen. In den vergangenen Jahren landeten die Halveraner in der Endabrechnung immer im oberen Mittelfeld; das ist auch das Ziel für dieses Wochenende.

 
 

EURE FAVORITEN