Bahnhof noch nicht vorzeigbar

Ansichten des neuen Bahnhofs Eiringhausen - Graffiti und Müll nehmen zu. Foto: Guido Raith
Ansichten des neuen Bahnhofs Eiringhausen - Graffiti und Müll nehmen zu. Foto: Guido Raith
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Plettenberg.. „Wir stecken doch immer noch in der Bauphase.“ Um etwas mehr Gelassenheit bittet Plettenbergs Bauamtsleiter Bernd Merhofe im Blick auf die in der Ratssitzung von CDU-Fraktionschef Heiko Hillert geäußerte Kritik an einer „beginnenden Verwahrlosung“ des Bahnhofsumfelds in Eiringhausen.

Für rund 8 Millionen Euro ist aus dem schäbigen alten Bahnhof Ei­ringhausen und dessen Um­feld in den Jahren von 2005 bis 2010 Schritt für Schritt eine vorzeigbare Visitenkarte geworden. Doch kaum saniert – schon beschmiert!

Hirnlose
Zeitgenossen

Schon vor der offiziellen Übergabe des Bahnhofsvorplatzes am 30. September des Vorjahres monierten viele Bürger, wie rücksichtslos sich hirnlose Zeitgenossen im und am neuen Bahnhof benehmen, wie sie sich an fremdem Eigentum vergehen. Zum Teil ekelige Verschmutzungen im neuen Fußgängertunnel, Farbschmierereien, „abgeknibbelte“ Zahlen und Buchstaben auf Hinweistafeln und mit Flecken übersäte Bodenfliesen erregten die Ge­müter.

Jetzt ließ Hillert unter den Ratsvertretern Fotos von neuerlichen Ärgernissen kreisen: Müllstapel, auf dem Pflaster am Pavillon versprühter Montageschaum, Graffitis überall. Zwar hat Merhofe auch im Dialog mit Zuständigen der Bahn AG noch nicht den Stein der Weisen gefunden, wie Zerstörungs- und Verschmutzungswut wirksam begegnet werden kann, doch den Hinweisen Hillerts ist er inzwischen konkret nachgegangen.

So sei der Montageschaum nach einem technischen De­fekt an der Spritze während des Schäumens der Türlaibungen im Pavillon auf das Pflaster geraten, aber bereits am Tag danach fachgerecht entfernt worden, so Merhofe.

Alle Mieter von Geschäftsräumen im Bahnhofsgebäude seien aktuell noch einmal angewiesen worden, keinen Müll vor dem Haus zu stapeln. Nach wie vor sei aber noch kein geeigneter Standort für die rund zehn Mülltonnen der Mieter gefunden, räumt Merhofe ein.

Provisorium bald durch Metalltür ersetzt

Und die Fertigstellung der von Hillert angeprangerten Ge­bäudeecke, die ehemals als Abgang zur alten Fußgängerunterführung diente, ist nach Auskunft des Bauamtschefs „in Arbeit“. Die Ecke, in der eine öffentliche Toilette untergebracht werden soll, ist jetzt zugemauert. Die als Provisorium eingesetzte Holztür werde durch eine Metalltür ersetzt, sobald diese geliefert sei.

Und auch die Lieferung der maßgefertigten grünen Glasplatten, mit denen die Fassade der noch unansehnlichen Ecke verkleidet werden soll, erwartet Merhofe schon alsbald.

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