Auch die Kreativen können durchstarten

Studenten der Kulturwissenschaften oder des Fachs Design malen sich ihre berufliche Zukunft nicht gerade rosig aus. Immer mehr Stellen in Kunst und Kultur werden abgebaut. Die Dortmunder Hochschulen wollen gegensteuern: mit "Kultur.Unternehmen. Dortmund".

Seit Oktober 2007 gibt es Geld vom Bund. In nicht unerheblicher Höhe. Für drei Jahre fördert das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie das Projekt „Kultur.Unternehmen.Dortmund“ mit 750 000 Euro. Ziel ist es, Studierende und Wissenschaftler für eine Gründung in der Kreativ- und Kulturwirtschaft zu qualifizieren, und die Umsetzung von Ideen zu begleiten.

Herzstück des Projekts ist ein neues eingerichtetes Zertifikatsstudium im Fach „Kulturarbeit und Kreativwirtschaft“. Angesprochen sind Studierende, die sich eine Selbstständigkeit im Kultur- und Kreativsektor vorstellen können – oder auch Gasthörer. Auf dem Studienplan stehen „Kulturpolitik und -verwaltung“, „Aspekte der Kulturökonomie“ oder Fragen des Urheberrechts. Das Zertifikatsstudium kann mit mindestens acht Semesterwochenstunden in zwei Semestern absolviert werden, und startet regulär zum Sommersemester 2008. Das Studium endet mit einer Abschlussarbeit in Form eines Business-Plans für die eigene Geschäftsidee.

Darüber hinaus bietet das Projekt gründungswilligen Studenten Gründungsberatung, Coachings, eine Gründerwerkstatt und Starterbüros in den Technologiezentren der Region an. Neue Partner im Gründernetzwerk G-Dur, eben für den kulturellen Sektor, sind Das Depot-Zentrum für Kunst, Handwerk, Medien und Nachbarschaft e.V. sowie die e-port-dortmund GmbH, die Unternehmen der Kreativ- und Kulturwirtschaft in der Dortmunder Nordstadt fördert.

Durch die Einbindung von „Kultur.Unternehmen.Dortmund“ in das bestehende G-Dur-Netzwerk sollen sich Selbstständige in der Kultur leichter mit Selbstständigen in Technik und Informatik vernetzen können.

Ansprechpartner ist Dr. Elmar D. Konrad, der den Studiengang leitet (Tel: 0231/755-4605).

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