Am Berliner Platz steppt wieder der Bär

Rolf Kämmerer
Foto: Rolf Kämmerer

Halver. Bärig – der Berliner Bär ist wieder da! Und steht an seinem angestammten Platz, dem Berliner nämlich. Seit ein paar Tagen erfreut der quietschbunte Petz, dem man ein Halveraner Stadtwappen angezogen hat, wieder die Passanten.

Im vergangenen Herbst musste das Wappentier zur Reha. Gewaltanwendung. Ob vorsätzlich attackiert oder einem Unfall zum Opfer gefallen? Das lässt sich nicht mehr klären. Auf alle Fälle wurde der Berliner von seinen Füßen geholt. Es sah ziemlich übel aus um den Gesellen. Seine Fußsohlen, die ihm Halt geben und wie der gesamte Bär aus stabilem Material namens „GFK“ sind, einer Art Autospachtel, waren hin. Allein mit menschlicher Kraft? Das kann sich Raimund Baytz, Leiter des Baubetriebshofes der Stadt Halver, nicht vorstellen. Flachgelegt wurde der Bär vermutlich mittels eines Autos. „Der Sockel war rausgebrochen. Das war Vandalismus“, glaubt der Bauhof-Chef.

Auf alle Fälle nahmen Baytz und seine Mitstreiter den demolierten Petz in ihre Obhut. Er verschwand in den Gebäuden des Bauhofes an der Elberfelder Straße. Und tauchte erst jetzt wieder auf. Länger als gedacht dauerte sein Klinikaufenthalt. Der Grund liegt unter anderem im langen, kalten Winter. Die Straßen von Eis und Schnee zu befreien war allemal wichtiger, als dem Bären neue Gliedmaßen zu verpassen.

Jetzt ist der Berliner Patient wieder gesund: Seine Füße wurden mit Beton ausgegossen (bei der Mafia wär das Mord), Halterungen wurden neu gebohrt und verankert. Frisch operiert, geputzt und gewienert steht er wieder da. Eine zweite Gewaltattacke wird der Bär aber wohl nicht überleben. „Passiert das noch einmal, können wir ihn wegschmeißen“, ist Baytz sicher.