Als der Mops nicht zersägt wurde

Der Mops ist weg - es gibt allerlei Aufregungen und Verwechselungen in dem Stück, das die Theater-AG des St. Ursula-Gymnasiums gestern vor viel Publikum aufführte.
Der Mops ist weg - es gibt allerlei Aufregungen und Verwechselungen in dem Stück, das die Theater-AG des St. Ursula-Gymnasiums gestern vor viel Publikum aufführte.
Foto: WAZ FotoPool

Dorsten.. „Das Mops-Malheur oder Wo ist der Mops?!“, so hieß das Stück, das die Theater-AG des St. Ursula-Gymnasiums gestern vor großem Publikum aufführte. Wochenlang hatten die Fünft- und Sechstklässler der Ursulinen geprobt, bis es gestern Nachmittag endlich so weit war und sie ihre Eltern und viele Verwandte in der Aula des alten Gymnasiums begrüßen konnten.

Den Kindern war ihre große Aufregung deutlich anzumerken. Es kommt ja schließlich auch nicht alle Tage vor, dass sie auf der Bühne stehen, eine vollbesetzte Aula vor sich haben und ein 40-minütiges Programm (möglichst fehlerfrei) absolvieren müssen.

Das schon einmal vorweg: Es ist ihnen gelungen! Bis auf wenige Hänger und kleine Versprecher spulten die Zehn- bis Zwölfjährigen ihren Text so gekonnt wie die Profis ab. Den langen Beifall des Publikums hatten sich die Schüler redlich verdient.

Die Geschichte vom Mops hat Hans-Peter Tiemann geschrieben, und sie verspricht so manche Lacher: Familie Kramer übernimmt über Pfingsten Krümel, den Mops von Frau Dr. Wolf, der Chefin des Familienoberhauptes. Vater Krümel will sich gefällig zeigen, schließlich lockt eine Beförderung. Doch einen Mops für Dr. Wolf zu hüten, ist leichter gesagt als getan. Schließlich ist die Dame ebenso anspruchsvoll wie ihr Hund. Der braucht nämlich einen genauen Speiseplan, ein Ausgeh-Mäntelchen, einen strengen Tagesablauf und einen Therapeuten, weil er sich wie ein Kater fühlt. Dabei ist Familie Kramer sowieso schon im Stress. Im Eimer schwimmt ein Karpfen fürs leckere Pfingstessen. Und zwischendrin proben die Töchter Britta und Franziska mit ihren Freundinnen fürs Varieté im Altenheim. Sie wollen ein Kaninchen aus dem Hut zaubern und „Die zersägte Jungfrau“ möglichst lebensecht vorführen.

Es kommt, wie es kommen muss: Der Mops verschwindet und Familie Kramer ist in heller Aufruhr, weil plötzlich Frau Dr. Wolf unangemeldet auf der Matte steht. Es kommt zu zahlreichen Verwechselungen, doch weder wurde Krümel zersägt, noch zerlegt oder gar verzaubert. Er ist schlicht ausgebüxt, um „Schneewittchen“, einer heißen Pudeldame den Hof zu machen. Ende gut, alles gut: Mops geheilt - Vater befördert.

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