Absturzursache des Kleinflugzeugs am Flughafen Dortmund ungeklärt

Foto: Michael Printz
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Dortmund.. Ein historisches Klein-Flugzeug ist am Sonntag (10. April 2011) am Flughafen Dortmund abgestürzt. Es handelt sich um eine zweisitzige Maschine, an Bord war nur der Pilot. Er wurde schwer verletzt, ist mittlerweile außer Lebensgefahr.

Mittlerweile ist der 30-jährige Pilot, der mit seinem historischen Kleinflugzeug am Sonntag am Flughafen Dortmund abgestürzt war, außer Lebensgefahr. Er liegt mit schweren Verletzungen in einer Bochumer Spezialklinik. Um 17.16 Uhr hatte die historische Maschine des Typs „Bü181 Bestmann“ gerade abgehoben, hatte sich laut Augenzeugen geneigt und war auf eine Wiese gestürzt. Die Maschine zerschellte, der Pilot musste von der Feuerwehr aus dem Wrack befreit werden. Er schwebte zunächst in Lebensgefahr und wurde mit einem Hubschrauber nach Bochum geflogen.

Derzeit ist weiterhin unklar, warum der Flieger abgestürzt ist. Die Internetseite von „Quax“, einem Förderverein für historische Fluggeräte (Paderborn), war am Montag nicht zu erreichen.

Der Flugbetrieb war etwa zwei Stunden lang bis 19.15 Uhr unterbrochen, mehrere Flüge hatten Verspätung. Eine Touristenmaschine musste zum Flughafen Köln-Bonn ausweichen.

Die historische Maschine des Typs „Bü181 Bestmann“ hatte um 17.16 Uhr gerade aus Dortmund abgehoben, als sie sich plötzlich zur Seite neigte und auf die Wiese direkt am Dortmunder Flughafen abstürzte. Dabei zerbrach das Kleinflugzeug in mehrere Teile, der Pilot wurde eingeklemmt und lebensbedrohlich verletzt. „Es sah so aus, als ob die Propellermaschine von einer Böe erfasst worden ist“, sagte ein Augenzeuge. „Sie stürzte mit der Nase voran auf die Wiese.“

Die Besatzung des Towers hatte den Absturz mitverfolgt und umgehend den Crash-Melder gedrückt - also per Auto-Notruf alle verfügbaren Rettungs- und Sicherheitskräfte alarmiert. Sie eilten sofort zum abgestürzten Flugzeug, konnten den eingeklemmten Piloten allerdings nicht befreien. Erst Flughafenfeuerwehr und Dortmunder Berufsfeuerwehr schafften es, mit hydraulischem Gerät den Mann aus den Wrackteilen zu ziehen. Mit einem Rettungshubschrauber wurde der Pilot zum Bochumer Bergmannsheil-Krankenhaus geflogen.

Schwierige Bergungsarbeiten

Auf dem Flughafen Dortmund war nach dem Absturz der Flugverkehr gesperrt. Betroffen waren mindestens fünf Flüge (drei Starts und zwei Landungen). Für die Bergungsarbeiten, die nach der Rettung des Piloten begonnen hatten, „wurden etwa zwei Stunden benötigt“, sagte Thomas Osthoff von der Dortmunder Feuerwehr, die mit etwa 35 Einsatzkräften vor Ort war. Nach den Aufräumarbeiten musste der Flughafen von der Flugaufsichtsbehörde Münster wieder freigegeben werden. Die letzten Wrackteile wurden noch in den späten Abendstunden, in der Nacht zu Montag, abtransportiert.

Der Pilot war Mitglied des Quax, eines Fördervereins für historisches Fluggerät, ursprünglich aus Hamm, jetzt in Paderborn-Lippstadt. Sein historisches Flugzeug, Baujahr 1945, die Bü181 Bestmann, hat einen sehr hohen ideellen Wert. 1939 wurde sie zum Standard-Schulflugzeug der deutschen Luftwaffe.

Der Pilot wollte am Sonntag nach Paderborn fliegen, wie der Flughafen Dortmund mitteilte. Warum es zu dem Absturz kam, ist derzeit noch völlig unklar. Die Flugsicherung hat die Ermittlungen übernommen.

 
 

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