A40-Brücke wird Sonntag noch mal gesprengt

An der Bahnhofstrasse in Bochum-Wattenscheid misslang Strassen NRW am 28. Januar die Sprengung einer Autobahnbrücke. Nach dem ohrenbetäubenden Explosionslärm bewegte sich lediglich der blaue Schutzvorhang. Zahlreiche Schaulustige verfolgten das Spektakel. (Foto: Ingo Otto / WAZ FotoPool)
An der Bahnhofstrasse in Bochum-Wattenscheid misslang Strassen NRW am 28. Januar die Sprengung einer Autobahnbrücke. Nach dem ohrenbetäubenden Explosionslärm bewegte sich lediglich der blaue Schutzvorhang. Zahlreiche Schaulustige verfolgten das Spektakel. (Foto: Ingo Otto / WAZ FotoPool)
Foto: Ingo Otto / WAZ FotoPool
Die Sprengung der A40-Brücke wird am Sonntagmorgen ein weiteres Mal in Angriff genommen. Wegen der gescheiterten Zerstörung des Bauwerks am Freitagabend müssen sich die Anwohner der Bahnhofstraße nun auf eine längerfristige Sperrung der Straße einstellen.

Wattenscheid. Die Anwohner der Bahnhofstraße werden sich am Sonntag erneut an die Evakuierung ihrer Häuser gewöhnen müssen. Weil sich die Autobahnbrücke gegenüber den Sprengladungen als äußerst standhaft zeigte, gilt am am Sonntag ab 11 Uhr das gleiche Prozedere wie am Freitag.

Durch die Verzögerung beim Abriss bleibt die Bahnhofstraße länger als geplant gesperrt. „Die Aufräumarbeiten dauern wohl bis Freitag“, sagte Andreas Roth, Pressesprecher von Straßen.NRW. Auf der betroffenen Fahrbahnfläche liegt das Sandbett bereit, das nach der Sprengung die Trümmer der Brücke auffangen sollte. „Es ist nicht mehr möglich, die Straße nach dem vorgesehenen Zeitplan zu räumen“, so Roth.

Von der zeitlichen Verzögerung ist die Sperrung der A40 jedoch nicht betroffen. Dort soll laut Straßen.NRW ab Montag wie gewohnt wieder der Verkehr fließen. Durch die misslungene Sprengung gebe es insgesamt keine Verzögerung beim Ausbau der A40, erklärte der Sprecher von Straßen.NRW.

Eigentlich sollte die A40-Brücke gesprengt werden, übrig bleiben sollten 2500 Tonnen Schutt. Doch der Überbau der Brücke blieb stehen und fiel nicht in das Bett aus Sand.

Sie haben die Brücke gehasst zuletzt, das Rattern und Hämmern der Abrissmaschinen: „Wir haben in unseren Wohnungen alle gedacht, wir werden bekloppt da drin“, sagt der Nachbar Gerald Herbig; und Brunhilde Hochfeldt, das ist die Frau aus dem Kiosk, sagt: „Man kriegte Kopfschmerzen von.“ Monate ging das so.

Freitagabend sollte die Brücke gesprengt werden, übrig bleiben sollten 2500 Tonnen Schutt. Doch der Überbau der Brücke blieb zunächst stehen und fiel nicht in das Fallbett aus Sand. Es sollte verhindern, dass der Asphalt der Bahnhofstraße beschädigt wird. Der Abriss gehört zum Ausbau der Autobahn auf sechs Spuren zwischen Bochum und Essen. Die Autobahn bleibt von Wattenscheid-West bis Hamme gesperrt in Richtung Dortmund bis Montag 5 Uhr; in Gegenrichtung von Sonntag 8 Uhr bis Montag 5 Uhr. Es gibt noch zu tun.

 
 

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