2 Millionen für neues Feuerwehrhaus in Brügge

Volmestraße - / Im Kamp in Brügge mit Feuerwehrgerätehaus. Foto: Guido Raith
Volmestraße - / Im Kamp in Brügge mit Feuerwehrgerätehaus. Foto: Guido Raith
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Lüdenscheid.. Das Projekt steht zwar erst an neunter Position auf der Dringlichkeitsliste der städtischen Investitionen im nächsten Jahr. Aber es ist – nach der Denkfa­brik – die Maßnahme mit dem zweitgrößten Investitionsvolumen: der Ersatzbau für das Feuerwehrgerätehaus Brügge.

2,152 Millionen Euro soll die gesamte Baumaßnahme kosten. 907 000 Euro hat die Kämmerei in den Haushaltsplan-Entwurf des Jahres 2012 eingestellt. Dafür könnte – als erster von drei Bauabschnitten – der Rohbau errichtet werden.

Schulungsraum ohne zweiten Rettungsweg

Dass in Brügge dringender Handlungsbedarf besteht, ist Verwaltung und Politik bewusst. „Unwahrscheinlich eng“ seien die Garagen des alten Gerätehauses an der Volmestraße, in der drei Feuerwehrautos stehen. Bei der Einfahrt müssten sogar die Spiegel angeklappt werden, sagt Löschzugführer Manfred Dellmann – und beschreibt damit einen eigentlich unhaltbaren Zustand. Im Ernstfall ist jede Sekunde kostbar, weiß niemand besser als die Feuerwehrleute.

Dass in dem Altbau auch die Einhaltung von Unfallverhütungs- und selbst Brandschutzvorschriften zu wünschen übrig lassen, macht die Sache geradezu delikat: Der Schulungsraum in Brügge hat keinen zweiten Rettungsweg, da müsste eine Stahltreppe als Fluchtweg angebaut werden, sagt der Löschzugführer. Lediglich die Brügger Drehleiter, die in einem Anbau eine eigene Halle hat, ist vernünftig untergestellt.

Mit einem Neubau, der nach derzeitigem Planungsstand etwa dort errichtet werden soll, wo früher der abgerissene Brügger Bahnhof gestanden hat, wären die Probleme binnen zwei bis drei Jahren gelöste. Offen ist derzeit aber noch, ob die Stadt das neue Feuerwehrgerätehaus selbst baut. Eine weitere Möglichkeit ist die Suche nach einem Investor, der das Gebäude errichten und langfristig an die Stadt Lüdenscheid vermieten würde. „Wir halten uns da alle Optionen offen“, sagte Stadtkämmerer Karl Heinz Blasweiler auf Anfrage. Es gebe durchaus Interesse auf Seiten von Investoren. Deshalb seien vorsorglich auch im konsumptiven Teil des Haushaltsplan-Entwurfs Kosten für die Miete eingesetzt worden.

Alles hängt jetzt
von Arnsberg ab

Ob die Prioritätenliste der städtischen Investitionen und damit auch das Brügger Projekt überhaupt zum Tragen kommen kann, ist nicht absehbar.

Alles hängt derzeit von der Zustimmung der Kommunalaufsicht durch die Arnsberger Bezirksregierung ab. Da sei die Gefechtslage im Moment noch sehr unklar, sagte der Kämmerer.

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