100 000 Euro für Staberger Pausenhalle sicher

So soll die Pausenhalle am Staberg aussehen.
So soll die Pausenhalle am Staberg aussehen.
Foto: WR

Lüdenscheid..  Eine Pausenhalle soll her für die Schüler der beiden Staberger Gymnasium. Das ist schon seit mehreren Jahren der Wunsch der Schulleiter, Lehrer, Schüler und auch Eltern. Und dieser kommt nicht von ungefähr. Die Notwendigkeit lässt sich gesetzlich begründen. 100 000 Euro für den Bau sind jetzt gesichert.

Die beiden Schulleiter von Zeppelin-Gymnasium (Dr. Stefan Werth) und Geschwister-Scholl-Gymnasium (Antje Malycha) liefern die Hintergründe im Rahmen einer Stellungnahme:

„Die seit 2005 eingeführte Schulzeitverkürzung an den Gymnasien in Nordrhein-Westfalen auf acht Jahre bedeutet Nachmittagsunterricht für alle Klassen: ein Nachmittag für die Klassen 5 und 6, zwei Nachmittage für die Klassen 7 und 8 sowie drei bis fünf Nachmittage für die vier Oberstufenjahrgänge.

An den beiden Staberger Gymnasien werden in diesem Schuljahr 800 Schülerinnen und Schüler in der Unter- und Mittelstufe sowie 700 Schülerinnen und Schüler in der Oberstufe unterrichtet. Von der verkürzten Schulzeit und damit von Nachmittagsunterricht sind in diesem Schuljahr bereits nahezu 1000 Schülerinnen und Schüler betroffen.

Laut Gesetz müssen die Schulen an Tagen mit verpflichtendem Nachmittagsunterricht eine 60-minütige Mittagspause zwischen dem Vormittagsunterricht und dem Nachmittagsunterricht einrichten, in der ein Mittagessen angeboten werden und ein Angebot an Bewegungs- und Entspannungsmöglichkeiten gesichert sein müssen.

Die beiden Staberger Gymnasien verfügen weder über eine Pausenhalle noch über Oberstufen-Aufenthaltsräume noch über eine Mensa. Bereits am 26. April 2005 haben die beiden Schulen einen Antrag auf die Einrichtung einer gemeinsamen Mensa an den Schulträger gestellt.

Vor diesem Hintergrund wird deutlich, dass es sich bei der geplanten Pausenhalle nicht um einen unangemessenen Wunsch der Staberger Schulgemeinden handelt, sondern um eine längst überfällige Notwendigkeit.

Die Schülerinnen und Schüler, Eltern, Kollegien und Schulleitungen der beiden Gymnasien waren daher sehr froh, als die Stadt Lüdenscheid als Schulträger mit dem Vorschlag, eine Pausenhalle zu bauen, Ende 2008 auf uns zukam. In einem langen gemeinsamen Arbeitsprozess entstand die jetzt vorliegende Planung, die von der Zentralen Gebäudewirtschaft der Stadt verantwortet wird. Sie enthält keine übertriebenen Bau- oder Einrichtungselemente, sondern ist eine zweckdienliche Mindestantwort auf die neuen Anforderungen nach gemeinsamer Mensa, Bewegungsraum für die Sekundarstufe I und Aufenthaltsmöglichkeit für die Oberstufe.

Die Mehrkosten, die sich aus der Bauausschreibung ergeben haben, haben uns sehr betroffen gemacht, da wir uns hinsichtlich der Kostenkalkulation stets auf die beteiligten Baufachleute der Stadt verlassen haben und verlassen mussten.

So können wir heute mit großer Freude mitteilen, dass sich im Umfeld der Schule eine Initiative engagierter Förderer, Freunde, Ehemaliger und Eltern gebildet hat, die der Stadt Lüdenscheid für die Umsetzung des geplanten Baus 100 000 Euro zur Verfügung stellt.

Diese Unterstützung ermutigt uns und bekräftigt unsere Hoffnung, der Realisierung des geplanten Baus wesentlich näher zu kommen.“

 
 

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