Zwei Millionen dampfen nach Verbandsangaben E-Zigarette

Zwei Millionen Menschen dampfen laut Verband E-Zigarette.
Zwei Millionen Menschen dampfen laut Verband E-Zigarette.
Foto: Olaf Fuhrmann/WAZ FotoPool
Die E-Zigarette findet in Deutschland großen Anklang. Nach Angaben des Verbandes des eZigarettenhandels sind inzwischen zwei Millionen ehemalige Raucher konventioneller Zigaretten auf die E-Zigarette umgestiegen. Ob der Boom anhält, hängt nun von einer Entscheidung der EU-Kommission ab.

Berlin.. Zwei Millionen frühere Tabakraucher sind nach Schätzung eines Branchenverbandes auf elektronische Zigaretten umgestiegen. "2011 war das absolute Boomjahr", sagte der Sprecher des Verbandes des eZigarettenhandels, Philip Drögemüller, am Mittwoch der Nachrichtenagentur dapd. Die im September ermittelte Zahl von 1,2 Millionen Nutzern sei schon längst wieder veraltet.

Kenner sprechen beim Gebrauch der E-Zigaretten nicht vom rauchen, sondern vom dampfen. In den Geräten verbrennt kein Tabak, sondern es verdampft eine Flüssigkeit, die oft auch Nikotin enthält. Geräte und Flüssigkeit können mittlerweile in bundesweit rund 5.000 Geschäften und im Internet gekauft werden, wie Drögemüller sagte. Erst seit 2007 gebe es das Produkt in Deutschland.

EU-Kommission muss klären, ob E-Zigaretten genauso zu behandeln sind wie "normale" Kippen

Im Angebot seien derzeit drei Arten aromenhaltiger Flüssigkeiten, die unter dem englischen Begriff Liquids verkauft werden. Viele Ex-Tabakraucher begönnen mit Liquids, die etwa so viel Nikotin wie normale Zigaretten enthielten, sagte Drögemüller. Eine weitere Sorte habe den Nikotingehalt von Medium-Zigaretten. Als dritte Sorte gebe es dann auch noch nikotinfreie Flüssigkeiten zum dampfen.

Drögemüller zufolge richten sich Hersteller und Händler von E-Zigaretten auf eine weitere Nachfragewelle ein, wenn alle rechtlichen Unsicherheiten rund um den alternativen Glimmstängel geklärt sind. Noch dieses Jahr werde die Europäische Kommission klären, ob E-Zigaretten unter das Arzneimittel- oder das Tabakrecht fallen. Sollte sie Tabakprodukten gleichgesetzt werden, gäbe es sie weiter ganz normal am Kiosk oder dem Supermarkt - und nicht etwa nur in der Apotheke.

Die Händler selbst hoffen, dass ihre Produkte normalen Zigaretten gleichgesetzt werden. "Der Gebrauch der E-Zigarette ist simuliertes Rauchen", begründete Drögemüller. (dapd)

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