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Warum Frauen trotz HIV-Infektion gesunde Kinder bekommen können

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Hauptsache gesund - dieser Wunsch für ihr Baby lässt viele werdende Mütter zusätzliche Untersuchungen erwägen, die sie aus eigener Tasche zahlen müssen. Foto:  Mascha Brichta
HIV-positive Frauen, die bereits eine Therapie gegen die Immunschwächekrankheit begonnen haben, können durchaus ein gesundes Kind zur Welt bringen. Voraussetzung ist allerdings, dass sich nur noch wenige Viren im Blut der Mutter befinden und diese keine weitere Erkrankungen hat.

München. 

Auch wenn sie HIV-positiv ist, kann eine Frau ein gesundes Kind zur Welt bringen. Voraussetzung sei, dass die Therapie gegen die Immunschwächekrankheit wirkt und sich im Blut keine oder kaum noch HI-Viren finden.

Das erläutert Christian Albring, Präsident des Berufsverbandes der Frauenärzte (BVF), anlässlich des Welt-Aids-Tags am Sonntag (1. Dezember). Es sei dann sehr unwahrscheinlich, dass sich das Kind während der Schwangerschaft oder bei der Geburt infiziert.

Weitere Erkrankungen könnten Kind gefährden

Damit alles gutgeht, darf die Infektion im letzten halben Jahr allerdings nicht fortgeschritten sein und es dürfen noch nicht alle Aids-Medikamente ausgereizt sein.

Außerdem darf die Frau keine weiteren Erkrankungen wie Hepatitis, Diabetes oder sonstige Risiken haben, die das Kind gefährden könnten. Ohne Behandlung und besondere Betreuung einer HIV-positiven Frau steckt sich dem Verband zufolge etwa jedes fünfte Kind während der Schwangerschaft mit dem Virus an.(dpa)