Virus-Grippe als neue Ursache für Parkinson gefunden

Eine Grippe-Impfung kann Forschern zufolge auch Schutz vor Parkinson sein.
Eine Grippe-Impfung kann Forschern zufolge auch Schutz vor Parkinson sein.
Foto: Reuters
Die übliche Wintergrippe als Ursache für Parkinson? Kanadische Forscher haben in einer Studie herausgefunden, dass Grippe-Patienten doppelt so häufig an Parkinson erkranken, wie ihre gesunden Altersgenossen ohne Grippe. Auch Katzenliebhaber sollten sich laut den Forschern Sorgen machen.

Vancouver. Forscher haben eine neue Ursache für die Parkinson-Krankheit nachgewiesen. Nach einer schweren Virus-Grippe verdoppelt sich das Risiko die Schüttelkrankheit zu entwickeln. Eine Grippe-Impfung könnte also ein Schutz auch vor Morbus Parkinson sein.

Eine Studie der University of British Columbia mit dem Pacific Parkinson's Research Centre wies jetzt den Zusammenhang zwischen einer Virusinfektion und der Entstehung eines idiopathischen Parkinson-Syndroms nach. Wie ärzteblatt.de berichtet, analysierten die Forscher Interviews mit über 800 Patienten, von denen die eine Hälfte am Morbus Parkinson erkrankt und die andere Hälfte gesund war.

Kinderkrankheiten haben entgegengesetzte Wirkung

Das Ergebnis: Patienten mit einer länger zurückliegenden, schwer verlaufenden Grippe erkrankten doppelt so häufig an Parkinson, wie ihre gesunden Altersgenossen ohne Grippe. Die Wissenschaftler machten aber auch noch einer andere Entdeckung: Kinderkrankheiten, darunter vor allem die Masern, hatten eine entgegengesetzte Wirkung.

Wer als Kind an Masern erkrankt ist, hat ein um 35 Prozent vermindertes Parkinson-Risiko. Für Katzenliebhaber gibt es eine schlechte Nachricht: Die Autoren der Studie wiesen nach, dass ein häufiger Kontakt mit Katzen das Risiko für einen Morbus Parkinson bedeutend erhöht. (mp)

 
 

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