UN-Experten fordern Abkommen gegen ungesunde Ernährung

Pommes, Ketchup, Mayo - wenn sich Kinder zu sehr von Fast Food ernähren, steigt das Krankheitsrisiko.
Pommes, Ketchup, Mayo - wenn sich Kinder zu sehr von Fast Food ernähren, steigt das Krankheitsrisiko.
Foto: Jens Kalaene
Schlechtes Essen führt zu schwerwiegenden Krankheiten wie Diabetes, Krebs oder Fettleibigkeit. Aus diesem Grund möchten UN-Experten ein internationales Abkommen gegen krankmachende Lebensmittel schließen und ungesunde Ernährungsgewohnheit ebenso bekämpfen wie das Rauchen.

Genf. Schlechte Ernährung ist nach Ansicht von UN-Experten mittlerweile eine noch größere Gefahr für die Gesundheit als das Rauchen. Deshalb haben sie ein internationales Abkommen im Kampf gegen krankmachende Lebensmittel und Essgewohnheiten gefordert.

Nötig sei eine "globale Konvention zum Schutz und zur Förderung gesunder Ernährung", erklärte der UN-Sonderbeauftragte für das Recht auf Nahrung, Olivier De Schutter, am Montag in Genf. Dort kamen am selben Tag Vertreter aus mehr als 190 Ländern zur 67. Weltgesundheitsversammlung zusammen.

Das höchste Gremium der Weltgesundheitsorganisation (WHO) berät bis zum 24. Mai unter anderem über Maßnahmen gegen nicht übertragbare Krankheiten wie Diabetes, Krebs, Herzleiden oder Fettsucht. Viele solcher Gesundheitsprobleme werden durch ungesunde Ernährung begünstigt oder hervorgerufen. Die unguten Essgewohnheiten müssten genauso energisch wie der Nikotinmissbrauch bekämpft werden, sagte De Schutter. (dpa)