Über die Hälfte der Bundesbürger ist mit ihren Zähnen unzufrieden

Ein Zahntechniker modelliert ein Gebiss für einen Patienten. Laut einer Studie der Initiative proDente e.V. sind 56 Prozent der Bundesbürger mit ihren Zähnen unzufrieden.
Ein Zahntechniker modelliert ein Gebiss für einen Patienten. Laut einer Studie der Initiative proDente e.V. sind 56 Prozent der Bundesbürger mit ihren Zähnen unzufrieden.
Foto: Initiative proDente e.V.
Im Durchschnitt sind laut Studie 56 Prozent der Bürger mit ihren Zähnen unzufrieden. Ob Zähne ersetzt oder ausgebessert werden sollen – für ein blendend schönes Ergebnis ist die enge Zusammenarbeit zwischen Zahnarzt und Zahntechnikermeister eine grundlegende Voraussetzung.

Essen.. Für ein strahlend schönes Lächeln braucht es manchmal ein wenig Nachhilfe. Immerhin 56 Prozent der Bundesbürger sind laut einer von der Initiative proDente e.V. durchgeführten Studie unzufrieden mit den eigenen Zähnen.

Ist bei dem einen wegen schief gewachsener Zähne eine korrigierende Spange sinnvoll, müssen bei dem anderen stark in Mitleidenschaft gezogene Zähne mit Kronen versehen oder Zahnlücken mit Implantaten gefüllt werden. Bei unschön verfärbten oder abgebrochenen Frontzähnen können Keramikschalen, so genannte Veneers, die Lösung sein.

Doch egal ob ersetzt, ausgebessert oder ästhetisch nachgeholfen werden soll – für ein blendend schönes Ergebnis ist die enge Zusammenarbeit zwischen Zahnarzt (oder Kieferorthopäde) und Zahntechnikermeister eine grundlegende Voraussetzung. Denn der ausgebesserte oder ersetzte Zahn soll im Mund des Patienten kaum vom Original zu unterscheiden sein. Und dafür kann der Zahntechniker einiges tun. Er wählt anhand des Gebisses des Patienten künstliche Zähne nach Farbe und Form und auch nach funktionellen, phonetischen und ästhetischen Gesichtspunkten aus.

Techniken sind unterschiedlich

Um das individuell beste Ergebnis zu erzielen, arbeitet er mit vielen unterschiedlichen Materialien, darunter Gipse, Kunststoffe, verschiedene Metalle, Keramiken und Wachse. Und auch die Techniken sind sehr unterschiedlich – vom Modellieren, Gießen, Brennen und Polymerisieren reichen seine Arbeiten bis hin zum Fräsen.

Waren Dentallabore früher eher reine Zulieferer für Zahnarztpraxen, werden Zahntechniker heute mehr und mehr auch beratend tätig, so proDente. Mit dem Zahnarzt bespricht der Zahntechnikermeister beispielsweise die beste Lösung eines bestimmten Falls und erklärt ihm die technischen Ausführungen.

Die Farbe künstlicher Zähne wird individuell angepasst

Und auch der Patient kommt so manches mal in persönlichen Kontakt mit dem Zahntechniker. Beim Zahnersatz etwa spielen nicht nur Form und Farbe des Zahns eine große Rolle. Auch die Oberflächengestaltung kann auf diese Weise optimiert werden. Für ein perfektes Ergebnis prüft der Zahntechniker vorab, ob beim Träger ein glatter oder matter Schmelz vorliegt – gerade bei Arbeiten im Frontbereich eine wichtige Maßnahme.

In manchen Fällen kommt der Patient auch mit dem bereits eingesetzten Zahnersatz noch einmal ins Labor, damit die Farbe erneut angepasst und perfektioniert werden kann. Echte Maßarbeit also – wie der Anzug beim Herrenschneider.

 
 

EURE FAVORITEN